Routerzwang endet am 01. August 2016

Das bereits verabschiedete Gesetz gegen den Routerzwang wird Freitag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht – damit endet die Übergangszeit von sechs Monaten am 01. August 2016

Spätestens zu diesem Datum müssen alle Prodiver, also sowohl DSL- als auch Kabelanbieter, die zur Internet-Einwahl benötigten Daten bereitstellen. Für beide Netzvarianten wird ein passiver Netzabschlusspunkt vorgeschrieben, es darf also kein extra Gerät vom Netzbetreiber vorgeschrieben werden. Gerade die Kabelnetzbetreiber wie Vodafone (vormals Kabel Deutschland) hatten gegen diese Änderung protestiert, da es angeblich Probleme mit der Qualität des Netzes geben würde.

Netflix erschwert Zugriff via VPN

Netflix war bisher eine beliebte Wahl, wenn man US-Serien möglichst früh nach erscheinen legal sehen wollte – mittels Proxy oder VPN konnte man dem Dienst vorgaukeln, dass man ein US-Nutzer sei.

Netflix: Videostreaming wie es gedacht ist
Netflix: VPN-Zugriff erschwert
Auf Druck der Filmindustrie will Netflix in Zukunft verstärkt den Zugriff über VPN-Anbieter ausschließen. Zuerst scheinen die neuen Sperren in Australien umgesetzt zu werden – zumindest gibt es einen entsprechenden Bericht des Sydney Morning Heralds, der auf einen VPN-Anbieter Bezug nimmt.
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Upgrade: von Nehalem zu Skylake (Teil 1)

Auch ein High-End-PC kommt irgendwann einmal in die Jahre – nach mehreren „Upgrades“ war es jetzt einmal an der Zeit für einen größeren Sprung: von Nehalem zu Skylake.

Asrock Z170m Extreme4 UEFI
Asrock Z170m Extreme4 UEFI
In Generation gesprochen: von der ersten Generation von Intels „Core i7“, Codename „Bloomfield“ für Socket 1366 hin zur 6. Inkarnation in Form des Core i7 6700K („Skylake“). Selbst ohne die Verbesserungen bei der Effizienz ergibt sich schon aus dem gestiegenen Takt (ohne Overclocking) von 2,66 GHz auf glatte 4,0 GHz eine sehr solide Mehrleistung.

Natürlich lässt sich ein solch grundlegender Wechsel des Prozessors nicht ohne weitere neue Hardware-Komponenten bewerkstelligen. Daher habe ich mich für folgendes Setup entschieden, welches in naher Zukunft auch noch durch eine neue Grafikkarte ergänzt werden soll:
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iOS: was ist eigentlich aus Adblockern geworden?

Mit iOS 9 hat Apple die Möglichkeit eingeführt, Adblocker auf den mobilen Geräten aus Cupertino zu verwenden. Mittlerweile ist iOS 9.2 erschienen und die Berichterstattung rund um die iOS-Adblocker ruhiger geworden. Zeit, das Thema noch einmal zu beleuchten.

Adblocker für iOS 9.x
Adblocker für iOS 9.x
Lange waren mobile iOS-Geräte eine der letzten Bastion, wo kein Adblocking möglich war. Mit iOS 9 hat sich dies nun geändert, Apple lässt nun entsprechende Apps zu. Diese werden direkt in Safari eingebunden und filtern dann die aufgerufenen Webseiten.

Nach der Einführung mit iOS 9.0 gab es erst einen Aufschrei unter den Seitenbetreibern, die befürchteten, dass die Werbeeinnahmen auf mobilen Webseiten nun einbrechen würden. Seitdem sind einige Monate vergangen – und es ist deutlich ruhiger geworden um die iOS-Adblocker. Aktualisierung der Apps selbst sind relativ selten, am Anfang „gehypte“ Apps wie 1Blockr oder Purify wurden seit mehr als einem Monat nicht aktualisiert (die Filterlisten natürlich schon, nur die grundlegenden Apps nicht).
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Miniot iWood 6s: Mahagoni fürs iPhone 6s

Miniot hat auch für das iPhone 6s wieder eine Holzhülle auf den Markt gebracht. Gegenüber dem „alten“ Modell für das iPhone 5/5s ist die neue Holzhülle noch einmal deutlich dünner geworden. Sie ist ungefähr vergleichbar mit der Leder-Hülle von Apple.

Miniot iWood 6s Mahagoni
Miniot iWood 6s Mahagoni

Miniot fertigt die Echtholz-Cases wie gehabt in den Niederlanden. Das Holz stammt dabei aus zertifiziertem Anbau, sodass auch für die Tropenholz-Cases (wie in meinem Fall für das Mahagoni-Case für das iPhone 5s) kein Regenwald abgeholzt wurde.

Durch eine angepasste Struktur an der Innenseite ist die aktuelle Generation des iWood-Case deutlich leichter und ein stabiler. Das Case wirkt fast schon ein wenig fragil, gerade beim „anlegen“ hat man ein wenig Angst, die Hülle direkt kaputt zu machen. Es ist schon faszinierend, wie dünn das Holz gearbeitet wird – das originale Ledercase von Apple ist gefühlt auch nicht flacher.
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Nginx: ngx_pageespeed aktuell halten

Wer – wie ich auf tech-blogger.net und routerzwang.de – das Nginx-Pagespeed Modul verwendet, sollte dieses auch aktuell halten. Damit kann man sich etliches an Fehlersuche sparen.

Wenn man schon Nginx selbst kompiliert, und das Module „ngx_pagespeed“ verwendet, muss man nicht nur Nginx aktuell halten, was in den letzten Versionen HTTP/2-Support gebracht hat, sondern auch die entsprechende Module. Nachdem ich dies eine zeitlang vernachlässigt habe, konnte ich mich nicht mehr in das WordPress-Backend einloggen. Die dann nötige Fehlersuche sollte anderen erspart bleiben, deswegen hier die wesentlichen Schritte:

cd
NPS_VERSION=<span style="color: #ff0000;">1.9.32.10</span>
wget https://github.com/pagespeed/ngx_pagespeed/archive/release-${NPS_VERSION}-beta.zip
unzip release-${NPS_VERSION}-beta.zip
cd ngx_pagespeed-release-${NPS_VERSION}-beta/
wget https://dl.google.com/dl/page-speed/psol/${NPS_VERSION}.tar.gz
tar -xzvf ${NPS_VERSION}.tar.gz

Die jeweils aktuelle Version bekommt man direkt bei Google, am 29.11.2015 war dies Version 1.9.32.10-beta. Nachdem man die oberen Schritte durchgeführt hat, kann man Nginx „regulär“ installieren, wobei man bei der Konfiguration darauf achten muss, auch die neue Version des ngx_pagespeed-Moduls verwendet wird.

Wer also unerklärliche Probleme mit seiner Webseite hat und Nginx 1.9.x mit ngx_pagespeed verwendet, sollte – wie eigentlich bei jeder Software – darauf achten, dass die jeweils aktuelle Version verwendet wird. Durch die einfachen Installationsschritte lässt sich dies einfach erreichen.

Bundesrat lässt Gesetz gegen Routerzwang passieren

Der Bundesrat hat die Möglichkeit, das Gesetz gegen Routerzwang zu verzögern, nicht genutzt und das Gesetz passieren lassen. Gerade Kabelnetzbetreiber sind besorgt über diese Entwicklung.

Dem entsprechenden Tagesordnungspunkt der 939. Sitzung des Bundesrates ist zu entnehmen, dass keine weiteren Einwände oder Schritte gegen das Gesetz beschlossen wurden. Theoretisch hätte der Bundesrat noch den Vermittlungsausschuss einberufen können, das Gesetz aber nur verzögern und nicht stoppen können.

Einziger offener Punkt ist nun, wann das Gesetz im Bundesgesetzblatt erscheint – ab diesem Zeitpunkt läuft die sechsmonatige Übergangsfrist, die vor allem von den Kabelnetz-Anbietern dafür genutzt werden muss, entsprechende technische Lösungen zu entwickeln um den dann neuen gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Als wesentliche Neuerung wurde auch für die Kabelnetze ein passiver Netzabschlusspunkt definiert, sodass die Kabelbuchse der letzte Punkte ist, über den die Anbieter bestimmen können. Gerade die Kabelnetzanbieter Argumentieren, dass in dem Shared Medium Kabelnetz bereits ein einzelnes, falsch arbeitendes Endgerät dazu führen kann, dass im gesamten Cluster mit mehreren hundert Teilnehmern grundlegende Dienste wie Fernsehen oder Telefonie nicht mehr funktionieren.

Was an diesen Befürchtungen tatsächlich dran ist, wird die Zeit zeigen – schließlich müssen Endgeräte, damit sie zugelassen werden, auch im Kabelnetz genau wie im klassischen Telefon-Netz bestimmte Standards erfüllen. Zudem gibt es in anderen Shares-Medium-Netzen, wie z.B. dem Mobilfunk, keine Probleme mit Geräten unterschiedlichster Hersteller.

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Wegfall des Routerzwangs vom Bundestag beschlossen

Lange hat es gedauert, aber heute wurde das Gesetz zur Abschaffung des Routerzwangs vom Bundestag ohne weitere Änderungen beschlossen!

Die beschlossene Fassung ist vom 08.10.2015. Damit ist der viel diskutierte „Netzabschlusspunkt“ nun passiv: der Endkunde hat die freie Wahl, welches Gerät er anschließt. Natürlich befürchten die Provider nun steigende Support-Anfragen – meiner Meinung nach jedoch weitgehend unbegründet, die meisten Nutzer werden weiterhin das vom Provider bereitgestellte Gerät verwenden und dafür eine Miete zahlen.

Einzig bleibt die Hoffnung, dass die angebotenen Geräte besser werden, weil sie gegen die Produkte auf dem freien Markt konkurrieren müssen. Die Provider, die bisher auf Zwangsrouter gesetzt haben (darunter auch die Kabel- und Glasfaser-Anbieter) kommen auf jeden Fall unter Zugzwang.

Auf jeden Fall haben die Provider noch über sechs Monate zeit – so lange soll die Übergangsfrist sein, um die technischen Hürden aus dem Weg zu räumen. Theoretisch hat der Bundesrat noch die Möglichkeit, das Gesetz zu verzögern und den Vermittlungsausschuss anzurufen. Letztendlich kann der Bundesrat jedoch vom Bundestag überstimmt werden, sodass wenn überhaupt noch eine zeitliche Verzögerung eintreten kann. Irgendwann in 2016 wird der Routerzwang aber nicht nur per Gesetz, sondern auch in der Praxis fallen.

Dafür gibt es jetzt Probleme bei der Netzneutralität, welche de facto von der EU abgeschafft worden ist, auch wenn die Provider dies natürlich anders darstellen – hier wird es in Zukunft spannend, ob tatsächlich z.B. Start-Ups einen Teil ihrer Umsätze dafür aufwenden müssen, möglichst schnell beim Kunden ausgeliefert zu werden. Aber das ist ein anderes Thema.

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Nginx: PHP-Alternative HHVM

Wer in Sachen Ausführungsgeschwindigkeit von PHP-Scripten weitere Optimierungen vornehmen will, stolpert früher oder später über HHVM – ein Just-in-Time-Compiler für PHP.

nginx_logoHHVM kann einfach über die Debian-Paketverwaltung installiert werden. Ist das erledigt, kann es im Prinzip wie php5-fpm verwendet werden. Die ganze restliche Konfiguration innerhalb von Nginx habe ich gelassen – dadurch lassen sich gute Vergleiche in Bezug auf die Performance anstellen:
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Wie Apple mich davon abhält, einen neuen Mac zu kaufen

Eigentlich würde ich gerne auf einen aktuellen Mac (egal ob Macbook oder Mac Mini oder iMac) – dort verschiedenste Einschränkungen halten mich immer wieder davon ab.

Aktuell verwende ich einen 2012er Mac Mini (mit 2,3 GHz Core i7 Quadcore-Prozessor, 8 GB RAM und 250 GB SSD) sowie ein 13″ Macbook Air mit 1,8 GHz Core i5, 8 GB RAM und 128 GB SSD aus dem selben Jahr. Nun hat Apple einen neuen iMac vorgestellt: 4k-Retina-Display, Quadcore Core i5 mit 3,1 GHz, 8 GB RAM und verschiedenen große Festplatten. Eigentlich ein sehr spannendes Gerät – eigentlich.

Eine wesentliche Voraussetzung für mich: ich möchte den iMac auch als externes Display benutzen – was theoretisch auch möglich ist, vorausgesetzt man verwendet einen PC, der über einen Thunderbolt-Ausgang verfügt. Das Problem: es gibt weder von Nvidia noch von AMD eine entsprechende Grafikkarte. Damit fällt die Variante, einen der neuen Retina-iMacs als Ablösung für den Mac Mini zu kaufen, aus.
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