Schlagwort: Freenas

FreeNAS 10: „Corral“ erschienen

Nach mehrjähriger Entwicklung ist nun die Version 10 von FreeNAS erschienen, Name: „Corral“.

iXsystems hat mit FreeNAS 10 „Corral“ eine neue Version des beliebten Betriebssystem für Selbstbau-NAS-Systeme veröffentlicht. Die Oberfläche wurde komplett überarbeitet und kommt jetzt deutlich moderner daher, der Unterbau ist ebenfalls modernisiert worden.

Linux Mint als virtuelle Maschine in FreeNAS Corral

Linux Mint als virtuelle Maschine in FreeNAS Corral

Statt wie bisher auf Erweiterungen durch Plugins zu setzen, gibt es nun Support für virtuelle Maschinen (worüber auch Windows als Gast ausgeführt werden kann) und Docker-Container, womit die Auswahl an Software-Erweiterungen deutlich vergrößert wurde. Damit sind auch die Systemanforderungen etwas gestiegen, wobei gegenüber FreeNAS 9.10.x der Sprung nicht so groß ist. Wer z.B. auf einen HP Microserver Gen8 setzt, sollte zumindest mit dem Maximalausbau von 16 GB RAM und einer schnelleren CPU (der CPU-Tausch ist sehr einfach) arbeiten.

HP Microserver Gen8: CPU-Tausch

Wer einen HP Microserver Gen8 kauft, setzt meist auf das Einstiegsmodell mit Celeron G1610T-Prozessor. Da die CPU gesockelt ist, kann sie einfach ausgetauscht werden.

HP Microserver Gen8: Celeron G1610T

Der Celeron G1610T ist eine Dualcore-CPU mit 2,3 GHz Takt und einer TDP von 35 Watt – daher lässt sie sich ohne Problem passiv kühlen. Wichtig ist es, eine passende CPU zum Tausch zu finden.

Nach etwas Recherche, unter anderem im sehr guten Sammelthread des Hardwareluxx-Forum fiel meine Wahl auf einen Core i5 3470T: 2 Kerne, 2,9 GHz Basistakt und Hyperthreading-Support (4 Threads). Die TDP liegt ebenfalls bei 35 Watt, sodass das selbe Kühlsystem zum Einsatz kommen kann.

FreeNAS 10 BETA – neue Oberfläche & Docker-Support

Mit FreeNAS 10 gibt es einige Grundlegende Änderungen, unter anderem Docker-Support. Die neue Version ist jetzt im Beta-Stadium: noch nicht bereit für den produktiven Einsatz, aber weit genug um die wesentlichen Features abzuschätzen.

FreeNAS 10 Beta Oberfläche (Quelle: FreeNAS-Blog)

FreeNAS 10 Beta Oberfläche (Quelle: FreeNAS-Blog)

FreeNAS 10 ist schon seit über einem Jahr in der Entwicklung und immer noch in der BETA-Phase – Grund dürfte die reine Menge an Neuerungen sein, die das Entwicklerteam einfließen lassen will. Neben einer aktualisierten Basis wird auch der Umgang mit „Plugins“ neu gestaltet, anders als bisher setzt man dabei nicht mehr auf Jails, sondern auf Docker-Container bzw. virtuelle Maschinen. Letztere können dann auch Desktop-Betriebssysteme wie Debian oder Ubuntu ausführen und bieten darüber die Möglichkeit, eine Vielzahl von Software zu verwenden. Entsprechende Templates für unterstützte VMs finden sich bei GitHub.

FreeNAS 9.10-RELEASE mit neuer FreeBSD-Basis

Bevor mit FreeNAS 10 eine komplett neue Version erscheint, ist jetzt FreeNAS 9.10 erschienen. Wichtigste Neuerung: FreeBSD 10.3-RC3 als Basis.

Die Oberfläche wurde nicht aktualisiert, dies wird erst mit FreeNAS 10 passieren. Das Upgrade von FreeNAS 9.3 ist denkbar einfach: den entsprechende „Train“ unter dem Menüpunkt „Aktualisierungen“ wählen und dann das Update starten. Danach dauert es etwas, und das System startet die neue FreeNAS-Version:

Upgrade von FreeNAS 9.3 auf 9.10 über die Auswahl eines neuen „Train“

Upgrade von FreeNAS 9.3 auf 9.10 über die Auswahl eines neuen „Train“

Die wichtigsten Punkte aus den FreeNAS 9.10 Release Notes:

  • Support für Intel I219-V & I219-LM Gigabit Ethernet Chipset
  • Support für Intel Skylake Architekture
  • Verbesserter Support für USB-Geräte (z.B. Netzwerk-Adapter)
  • USB 3.0 Geräte werden unterstützt
  • Samba (SMB filesharing) von Version 4.1 auf 4.3.4 aktualisiert
  • verschiedene Bug-Fixes, die mit FreeBSD10 einher gehen

Die kompletten Release-Notes zu FreeNAS 9.10 sowie den Download gibt es auf der Webseite des Projekts:

Wer ein neues Gerät mit FreeNAS aufsetzen will, kann dies z.B. auf Basis des beliebten Proliant Microserver Gen8 von HP machen – hier lassen sich bequem vier 3,5″-HDDs unterbringen zusammen mit den 8 Gigabyte RAM, die für FreeNAS 9.x empfohlen werden.

FreeNAS: Synology DS215j als Backup-Ziel

Wer ein FreeNAS betreibt, ist vielleicht auch auf der Suche nach einer Offsite-Backup-Möglichkeit. Neben der Verwendung einer Cloudlösung bietet sich hier auch ein zweites NAS an, welches an einem anderen Ort untergebracht wird.

Meine Wahl fiel auf eine Synology Diskstation DS215j. Die Eckdaten des rund 150,- Euro teuren Geräts: 800 Mhz Dualcore-Prozessor, 512 MB RAM, Platz für zwei 3,5″-Festplatten (für RAID1) sowie ein wirklich leiser 92mm-Lüfter. Als Software verwendet Synology ein angepasstes Linux mit einer eigenen Oberfläche, Disk Station Manager (DSM) 5.2 ist die aktuelle Version.

DS215J Sicherungsdienste aktivieren

DS215J Sicherungsdienste aktivieren

Der Vorteil des Diskstation: man kann ohne weiteres einen rsync-Daemon auf ihr laufen lassen. Dazu einfach in den Einstellungen für „Datensicherung & Replikation“ den Haken bei „Netzwerksicherungsdienst aktivieren“ setzen.

Durch die Aktivierung gibt es auch einen neuen Ordner „NetBackup“ – unter dieser Bezeichnung kann dann die Diskstation mit rsync angesprochen werden.

FreeNAS 10 – die wichtigsten Neuerungen

Nach der aktuellen Version 9.3 wird FreeNAS 10 folgen. Mit der kommenden Version wird es auch wieder einige Neuerungen geben, die das kostenlose NAS-Betriebssystem weiter verbessern.

FreeNAS 10 Architektur

FreeNAS 10 Architektur

FreeNAS 10, welches das zweite Milestone-Release (M2) am 06. Juli 2015 hinter sich gebracht hat, wird nicht einfach nur eine Weiterentwicklung des bisherigen FreeNAS 9.x sein, sondern über eine komplett neue Architektur und Struktur verfügen. Die bekannten Features wie das OpenZFS-Dateisystem, die Möglichkeit die Funktionalität mit Plugins zu verbessern.

Wesentliche Neuerungen werden die Benutzeroberfläche betreffen, welche laut den FreeNAS-Entwicklern in Version 10 eher eine Web-App als eine UI sein soll. Durch die Änderungen an der Architektur soll es auch für die FreeNAS-Entwickler leichter werden, das System weiter zu entwickeln, neue Releases werden damit also leichter werden.

FreeNAS: Crashplan 4.3.0 Problemlösung

Wer Crashplan auf FreeNAS als Headless Backup-Maschine benutzt wird in den letzten Tagen bemerkt haben, dass er sich nicht mehr verbinden kann. Hier die Lösung!

Crashplan neigt dazu, mit neuen Updates nicht mehr auf FreeNAS zu funktionieren bzw. die Verbindung zwischen Client und Headless-Crashplan auf der FreeNAS-Maschine (bei mir nach wie vor ein HP ProLiant Microserver) funktioniert nach dem Update nicht mehr.

Ich gehe davon aus, dass das Crashplan-Plugin auf FreeNAS prinzipiell läuft und nur die Verbindung zwischen GUI (der Benutzeroberfläche) und Headless-Crashplan-Service fehlschlägt!

Schritt 0: per SSH in den Crashplan-Jail verbinden

Zuerst wird per SSH eine Verbindung zur FreeNAS-Maschine aufgebaut. Dort mittels jls herausfinden, welche ID das Crashplan-Jail hat (in meinem Fall: 2) und danach mit jexec ID csh verbinden. Man ist nun innerhalb des Crashplan-Jails, alle weiteren Befehle werden dort ausgeführt.

HP Proliant N54L: perfekt für FreeNAS

Wer auf der Suche nach einem System für FreeNAS ist (aktuell ist FreeNAS 9.3.0 erschienen) sollte sich den HP Proliant N54L Microserver einmal genauer anschauen.

Mit 2,2 GHz ist das System immer noch schnell genug, um auch für mehrere Clients mit Daten zu versorgen und die mit Hilfe von ZFS zu verschlüsseln. Vier Festplatteneinschübe bieten genug Platz, um ein großes NAS aufzubauen, die Festplattengröße ist der einzige limitierende Faktor. Das Problem, dass Wake-On-LAN unter FreeNAS mit der Onboard-Netzwerkkarte nicht funktioniert, hat auch der N54L, sodass man eine Intel Netzwerk-Karte mit bestellen sollte. Vier Gigabyte RAM sind ebenfalls etwas knapp, hier sollten es 8 oder gleich 16 Gigabyte sein – zu viel RAM kann ZFS nicht bekommen.

Leider ist der N54L nicht mehr ohne weiteres zu bekommen – abgelöst wurde er von neueren Microserver Gen8, der auf Intel-Basis deutlich mehr Leistung zur Verfügung stellt. Geblieben ist das kleine Gehäuse und die Unterstützung für vier Festplatten. Zusammen mit der aktuellen FreeNAS-Version ergibt sich damit eine gute Alternative zu bekannten Fertig-NAS-Systemen.

Einkaufsliste für HP Proliant N54L & FreeNAS (alles Amazon, Preis vom 09.03.2014):

FreeNAS 9.3-RELEASE mit vielen Neuerungen

Heute am 8. Dezember 2014 ist FreeNAS 9.3 erschienen. Die neue Version bringt einige interessante Neuerungen.

FreeNAS Plugins

FreeNAS Plugins

FreeNAS bietet in der aktuellen Version nicht nur wie gewohnt eine Auswahl an Plugins wie Crashplan oder Bittorrent Sync, sondern auch etliche Neuerungen am System selbst. Die wichtigsten:

  • Neuer Setup-Wizard während und nach der Installation.
  • Neuer Updae-Wizard für einfache Installation von Updates und Patches.
  • Verschiedene Update-Varianten, freie Wahl zwischen den Update-„Zügen“.
  • „Standard“ und „Advanced“ Menüs in der Benutzeroberfläche.
  • Keine Tabs mehr in der Benutzeroberfläche.
  • ZFS für das Boot-Device. Damit kann auch dieses gespiegelt werden.
  • Dank ZFS geclonte „Startumgebungen“. Man kann zwischen FreeNAS-Version hin- und herwechseln.
  • Verwendung von GRUB als Bootloader mit verschiedenen neuen Funktionen.
  • Samba liegt in Version 4.1.12 vor.
  • NFSv4 Unterstützung.
  • Verschiedene Sicherheits-Updates.

FreeNAS 9.3 bekommt neue Funktionen

Aktuell arbeitet das FreeNAS-Team an Version 9.3, die aktuell in der Beta-Phase ist. Die nächste FreeNAS-Version wird einige spannende Funktionen beinhalten.

FreeNAS 9.3 mit GRUB

FreeNAS 9.3 mit GRUB

Dazu zählt die Verwendung von GRUB als Bootloader und die damit einhergehende Möglichkeit, verschiedene FreeNAS-Version zu starten – praktisch, wenn bei einem Update noch einmal etwas daneben gegangen ist und das System nicht mehr korrekt starten will.

Der aktuellen Version 9.2 fehlt diese Möglichkeit. Plugins für FreeNAS wie CrashPlan oder Wake-On-LAN werden natürlich auch mit FreeNAS 9.3 funktionieren, vielleicht kommen auch neue FreeNAS-Plugins dazu.