Mobile Adblocker auf dem Vormarsch

Bereits 2015 mit iOS 9 hat Apple die Unterstützung für Adblocker eingeführt. Bisher führten Adblocker auf mobilen Geräten ein Nischendasein, dies scheint sich jetzt zu ändern.

Pi-Hole kann über eine VPN-Verbindung auch auf Mobil-Geräten Werbung filtern

Heise.de berichtet jetzt mit Bezug auf eine Studie des kanadischen Anbieter Blockthrough, dass zwar die Adblock-Nutzung am Desktop sinkt, dafür aber mobile Adblocker-Nutzung deutlich zunimmt uns dies praktisch wieder ausgleicht.

Entsprechend der Studie verwenden 235 Millionen Nutzer Adblocker auf dem Desktop, dagegen stehen 527 Millionen Adblock-Nutzer auf Mobile Geräten – nachdem es immer mehr mobile Internet-Nutzung gibt, steigt hier entsprechend auch die Adblock-Nutzung. Den Peak bei den Installationen von Adblockern in Desktop-Browsern hat Blockthrough in 2017 ermittelt, danach sinken die Zahlen und werden von den Mobile-Installationen überholt.

Auf Nachfrage von heise.de hat Blockthrough genauere Zahlen für Deutschland geliefert: demnach ist die Adblocker-Rate auf Desktop zwischen 2016 und 2019 von 29 auf 27 Prozent verringert, dagegen ist die Adblock-Rate auf Mobil-Geräten von einem auf drei Prozent gestiegen. Damit es es zwar immer noch weniger Geräte, aber die Tendenz ist eindeutig. Dazu kommt die Frage, in wie weit Lösungen wie Pi-hole oder andere DNS-basierte Blocker berücksichtigt wurden.

Neben komplizierten Lösungen mit VPN und einer Pi-Hole-Installation (auf einem virtuellen Server oder dem heimischen Raspberry Pi) gibt es auch eine Vielzahl von installierbaren Adblockern für iOS.

Ob man selbst Adblocker verwenden will und damit das Geschäftsmodell vieler Webseiten negative beeinflusst oder ob man die Webseiten so bevorzugt, wie sie vom Ersteller gedacht sind (also inkl. Werbung) bleibt jedem selbst überlassen. Nachdem Datenschutz groß geschrieben wird von vielen Nutzern ist jedoch davon auszugehen, dass die Adblocker-Raten auch auf mobilen Geräten weiter ansteigen, sofern keine neuen Geschäftsmodelle mit weniger offensichtlicher bzw. störender Werbung auskommen.

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