FreeNAS: Synology DS215j als Backup-Ziel

Wer ein FreeNAS betreibt, ist vielleicht auch auf der Suche nach einer Offsite-Backup-Möglichkeit. Neben der Verwendung einer Cloudlösung bietet sich hier auch ein zweites NAS an, welches an einem anderen Ort untergebracht wird.

Meine Wahl fiel auf eine Synology Diskstation DS215j. Die Eckdaten des rund 150,- Euro teuren Geräts: 800 Mhz Dualcore-Prozessor, 512 MB RAM, Platz für zwei 3,5″-Festplatten (für RAID1) sowie ein wirklich leiser 92mm-Lüfter. Als Software verwendet Synology ein angepasstes Linux mit einer eigenen Oberfläche, Disk Station Manager (DSM) 5.2 ist die aktuelle Version.

DS215J Sicherungsdienste aktivieren
DS215J Sicherungsdienste aktivieren
Der Vorteil des Diskstation: man kann ohne weiteres einen rsync-Daemon auf ihr laufen lassen. Dazu einfach in den Einstellungen für „Datensicherung & Replikation“ den Haken bei „Netzwerksicherungsdienst aktivieren“ setzen.

Durch die Aktivierung gibt es auch einen neuen Ordner „NetBackup“ – unter dieser Bezeichnung kann dann die Diskstation mit rsync angesprochen werden.

FreeNAS 10 – die wichtigsten Neuerungen

Nach der aktuellen Version 9.3 wird FreeNAS 10 folgen. Mit der kommenden Version wird es auch wieder einige Neuerungen geben, die das kostenlose NAS-Betriebssystem weiter verbessern.

FreeNAS 10 Architektur
FreeNAS 10 Architektur
FreeNAS 10, welches das zweite Milestone-Release (M2) am 06. Juli 2015 hinter sich gebracht hat, wird nicht einfach nur eine Weiterentwicklung des bisherigen FreeNAS 9.x sein, sondern über eine komplett neue Architektur und Struktur verfügen. Die bekannten Features wie das OpenZFS-Dateisystem, die Möglichkeit die Funktionalität mit Plugins zu verbessern.

Wesentliche Neuerungen werden die Benutzeroberfläche betreffen, welche laut den FreeNAS-Entwicklern in Version 10 eher eine Web-App als eine UI sein soll. Durch die Änderungen an der Architektur soll es auch für die FreeNAS-Entwickler leichter werden, das System weiter zu entwickeln, neue Releases werden damit also leichter werden.

FreeNAS: Crashplan 4.3.0 Problemlösung

Wer Crashplan auf FreeNAS als Headless Backup-Maschine benutzt wird in den letzten Tagen bemerkt haben, dass er sich nicht mehr verbinden kann. Hier die Lösung!

Crashplan neigt dazu, mit neuen Updates nicht mehr auf FreeNAS zu funktionieren bzw. die Verbindung zwischen Client und Headless-Crashplan auf der FreeNAS-Maschine (bei mir nach wie vor ein HP ProLiant Microserver) funktioniert nach dem Update nicht mehr.

Ich gehe davon aus, dass das Crashplan-Plugin auf FreeNAS prinzipiell läuft und nur die Verbindung zwischen GUI (der Benutzeroberfläche) und Headless-Crashplan-Service fehlschlägt!

Schritt 0: per SSH in den Crashplan-Jail verbinden

Zuerst wird per SSH eine Verbindung zur FreeNAS-Maschine aufgebaut. Dort mittels jls herausfinden, welche ID das Crashplan-Jail hat (in meinem Fall: 2) und danach mit jexec ID csh verbinden. Man ist nun innerhalb des Crashplan-Jails, alle weiteren Befehle werden dort ausgeführt.

HP Proliant N54L: perfekt für FreeNAS

Wer auf der Suche nach einem System für FreeNAS ist (aktuell ist FreeNAS 9.3.0 erschienen) sollte sich den HP Proliant N54L Microserver einmal genauer anschauen.

Mit 2,2 GHz ist das System immer noch schnell genug, um auch für mehrere Clients mit Daten zu versorgen und die mit Hilfe von ZFS zu verschlüsseln. Vier Festplatteneinschübe bieten genug Platz, um ein großes NAS aufzubauen, die Festplattengröße ist der einzige limitierende Faktor. Das Problem, dass Wake-On-LAN unter FreeNAS mit der Onboard-Netzwerkkarte nicht funktioniert, hat auch der N54L, sodass man eine Intel Netzwerk-Karte mit bestellen sollte. Vier Gigabyte RAM sind ebenfalls etwas knapp, hier sollten es 8 oder gleich 16 Gigabyte sein – zu viel RAM kann ZFS nicht bekommen.

Leider ist der N54L nicht mehr ohne weiteres zu bekommen – abgelöst wurde er von neueren Microserver Gen8, der auf Intel-Basis deutlich mehr Leistung zur Verfügung stellt. Geblieben ist das kleine Gehäuse und die Unterstützung für vier Festplatten. Zusammen mit der aktuellen FreeNAS-Version ergibt sich damit eine gute Alternative zu bekannten Fertig-NAS-Systemen.

Einkaufsliste für HP Proliant N54L & FreeNAS (alles Amazon, Preis vom 09.03.2014):


FreeNAS 9.3-RELEASE mit vielen Neuerungen

Heute am 8. Dezember 2014 ist FreeNAS 9.3 erschienen. Die neue Version bringt einige interessante Neuerungen.

FreeNAS Plugins
FreeNAS Plugins
FreeNAS bietet in der aktuellen Version nicht nur wie gewohnt eine Auswahl an Plugins wie Crashplan oder Bittorrent Sync, sondern auch etliche Neuerungen am System selbst. Die wichtigsten:

  • Neuer Setup-Wizard während und nach der Installation.
  • Neuer Updae-Wizard für einfache Installation von Updates und Patches.
  • Verschiedene Update-Varianten, freie Wahl zwischen den Update-„Zügen“.
  • „Standard“ und „Advanced“ Menüs in der Benutzeroberfläche.
  • Keine Tabs mehr in der Benutzeroberfläche.
  • ZFS für das Boot-Device. Damit kann auch dieses gespiegelt werden.
  • Dank ZFS geclonte „Startumgebungen“. Man kann zwischen FreeNAS-Version hin- und herwechseln.
  • Verwendung von GRUB als Bootloader mit verschiedenen neuen Funktionen.
  • Samba liegt in Version 4.1.12 vor.
  • NFSv4 Unterstützung.
  • Verschiedene Sicherheits-Updates.


FreeNAS 9.3 bekommt neue Funktionen

Aktuell arbeitet das FreeNAS-Team an Version 9.3, die aktuell in der Beta-Phase ist. Die nächste FreeNAS-Version wird einige spannende Funktionen beinhalten.

FreeNAS 9.3 mit GRUB
FreeNAS 9.3 mit GRUB

Dazu zählt die Verwendung von GRUB als Bootloader und die damit einhergehende Möglichkeit, verschiedene FreeNAS-Version zu starten – praktisch, wenn bei einem Update noch einmal etwas daneben gegangen ist und das System nicht mehr korrekt starten will.

Der aktuellen Version 9.2 fehlt diese Möglichkeit. Plugins für FreeNAS wie CrashPlan oder Wake-On-LAN werden natürlich auch mit FreeNAS 9.3 funktionieren, vielleicht kommen auch neue FreeNAS-Plugins dazu.

FreeNAS: Automatisch aufwecken mit Raspberry Pi

Wer einen FreeNAS-Server zuhause hat will diese vielleicht passend zu den jeweiligen anderen Rechnern im Netzwerk an- und ausschalten. Mit zwei Scripts und einem Raspberry Pi ist sowohl automatisch Wake-on-LAN als auch automatischer Shutdown für FreeNAS möglich.

Grundvoraussetzung ist, dass Wake-on-LAN mit FreeNAS funktioniert. Außerdem sollte sich FreeNAS automatisch abschalten. Das ist der Fall, wenn keine anderen Geräte im Netzwerk mehr online sind, die eine Datenanfrage an FreeNAS stellen können. Außerdem benötigt man einen Rasberry Pi: dieser scannt in diesem Setup das Netzwerk nach aktiven Geräten und sendet das WOL-Packet an FreeNAS, sobald ein Rechner gefunden wird.

FreeNAS: Einkaufsliste für HP Microserver G8

Lange Zeit waren die HP Microserver HP N36L, N40L und N54L Mittel der Wahl, wenn man einen FreeNAS-Server zusammenstellen wollte. Hier nun eine Einkaufsliste auf Basis des Nachfolgers.

HP Microserver G8
HP Microserver G8
Der Hewlett Packard MICROSERVER Gen8 bietet deutlich mehr Leistung als die Vorgängerversionen. Statt wie bisher eine AMD-CPU kommt nun ein Intel Celeron G1610T mit 2,3 GHz und zwei Kernen zum Einsatz. Dazu kommen 2 GB RAM und eine 1 TB große Festplatte. Um einen sinnvollen Homeserver zusammen zu stellen sind dennoch noch einige weitere Komponenten nötig, die in dieser Liste zusammenstellt sind (Alle Preise von Amazon).

FreeNAS: Backup zu Crashplan

Wer ein FreeNAS-System einsetzt hat vielleicht schon darüber nachgedacht, wie man das gesamte System backuppen kann. Crashplan als Plugin für Freenas bietet hier eine Lösung.

Crashplan beim Backup eines FreeNAS-Verzeichnis
Crashplan beim Backup eines FreeNAS-Verzeichnis
Leider lässt sich dies nicht so einfach konfigurieren wie andere Plugins – offiziell wird ein headless Server nicht unterstützt, man benötigt eine Desktop-Software zur Einrichtung die für Windows, Mac und Linux zur Verfügung steht. Mit einigen Schritten lässt sich Crashplan aber direkt dazu benutzen, ein Verzeichnis der FreeNAS-Installation zu sichern.

FreeNAS 9.2.1.2-RELEASE erschienen

Aktuell sind die FreeNAS-Entwickler sehr aktiv und bringen regelmäßig neue Updates. Nun ist FreeNAS 9.2.1.2-RELEASE erschienen, womit wieder einige Probleme behoben werden.

FreeNAS 9.2.1 kommt mit neuen Funktionen
FreeNAS 9.2.1 kommt mit neuen Funktionen
Die wichtigsten Änderungen der neuen Version: Samba

  • SMB/CIFS support upgrade auf Version 4.1.5
  • Linux Mails unterstützen nun UFS
  • NFS lockd startet korrekt beim Booten
  • die serielle Konsole kann einfacher konfiguriert werden
  • logging auf .system-Dataset ist nun optional