FreeNAS 9.1.0 BETA erschienen

Das FreeNAS-Team hat eine neue BETA-Version der kostenlosen NAS-Software auf FreeBSD-Basis veröffentlicht, FreeNAS 9.1.0-BETA. Diese Version basiert auf FreeBSD 9.1.0-STABLE und bringt verschiedene Neuerungen, unter anderem das das Plugin-Jail nicht mehr separat heruntergeladen werden muss. Weitere Verbesserungen:

  • Verbesserungen am ZFS-Dateisystem (TRIM-Support, feature flags, etc.)
  • Verbessertes Plugin-Jail-System, welches jetzt mehrere Plugin-Jails unterstützt
  • Bessere Oberfläche für den Volume-Manager sowie automatische Performance-Verbesserung der Volumes
  • Verbesserungen bei der Verschlüsselung

Die Installationsgröße ist auf knapp unter 4 Gigabyte angestiegen (ein 4-GB-USB-Stick soll ausreichen, ein GUI-Upgrade ist aber nicht möglich). Durch die neue ZFS-Version ist es auch nicht möglich, nach einem erfolgten Upgrade des Dateisystems wieder auf die alte Version zurück zu wechseln – daran sollte man denken, wenn man die Beta ausprobieren will.

Der Download des Installationsimage ist über die FreeNAS-Webseite möglich. Da es sich um eine BETA handelt, sollte FreeNAS 9.1.0 im Moment nicht mit echten Daten eingesetzt werden, sondern nur auf einem Testsystem ausprobiert werden.

AppleTV 3: ohne Jailbreak eigene Medien abspielen

Die AppleTV-Box in der zweiten und dritten Generation kann nicht ohne weiteres eigene Mediendateien abspielen. Für die AppleTV 2 gibt es einen Jailbreak, nach dem Software wie XBMC installiert werden kann, für die dritte Generation der kleinen schwarzen Box gibt es noch keinerlei Jailbreak (und ein Jailbreak für das AppleTV 3 ist auch nicht abzusehen). Über einen Lösungsansatz mit der Software PlexConnect berichtet jetzt t3n.de, dauerhafte Veränderungen an der AppleTV-3-Box sind nicht nötig.

Der Trick: über einen eigenen DNS-Server beantwortet PlexConnect Anfragen, die eigentlich an die iTunes-Server gestellt wurden, mit eigenen Inhalten. Die Inhalte kommen dabei von einem PlexServer, welcher parallel auf einem anderen Rechner im Netzwerk laufen laufen muss. Leider gibt es bisher anscheinend kein Plex-Plugin für FreeNAS, sobald es da etwas Neues gibt wäre es die ideale Kombination (ein zusätzlicher PC wäre nicht mehr nötig). Auf jeden Fall ist es ein spannender Weg, Mediendateien abseits von iTunes mit einem AppleTV 3 wiederzugeben.

FreeNAS 8.3.1 RELEASE steht zum Download bereit

Zwar ist es noch nicht auf der Projektseite freenas.org angekündigt, auf dem Sourceforge-Account des FreeNAS-Projekts steht die finale Version FreeNAS 8.3.1 jedoch schon zum Download bereit. Die wesentliche Änderung ist die Unterstützung von Verschlüsselung, welche jedoch nur mit 4K block size funktioniert (Release Notes FreeNAS 8.3.1). Wie immer seit FreeNAS 8.2.0 müssen die Plugins und das Plugin-Jail nicht aktualisiert werden, sondern können einfach weiter verwendet werden. FreeNAS 8.3.1 kann für x64 und x86 sowohl als Update als auch als ISO für Neuinstallationen auf Sourceforge heruntergeladen werden. Meiner Erfahrung nach lohnt es sich aber, noch ein paar Tage zu warten, häufig gab es noch ein folgendes Release mit Patches (PL1), welches mögliche Fehler behebt.

Wer inspiration sucht, wie ein eigenes FreeNAS-System aufgebaut sein kann, findet in meiner Einkaufsliste für FreeNAS auf einem HP N40L/N54L vielleicht Inspiration.

Neue Plugins für FreeNAS

Joshua Parker Ruehlig, ein Mitglied des FreeNAS-Forums, hat einige neue Plugins für FreeNAS ab 8.2.0 veröffentlicht, die im Plugin-Jail einer FreeNAS-Intallation funktonieren. Folgende Plugins können heruntergeladen werden (kostenlos, die Installation und Verwendung erfolgt auf eigene Gefahr):

  • headphones, Musik-Download für SABnzbd
  • games, Video-Game-Download für SABnzbd
  • lazylibrarian, eBook-Downloading
  • sabnzbd, Usenet-Automatisierung
  • sickbeard, Internet PVR für TV-Show
  • maraschino, ein XBMC-Frontend
  • couchpotato

Die meisten dieser Plugins für FreeNAS zielen darauf ab, Inhalts aus Newsgroups herunter zu laden – urheberrechtsgeschütztes Material sollte darüber natürlich nicht bezogen werden. Auf jeden Fall lässt sich damit der Funktionsumfang der eigenen FreeNAS-Installation deutlich aufwerten. Wer noch Ideen sucht, wie ein FreeNAS-System zusammengestellt werden kann, wird in meiner Einkaufsliste für FreeNAS auf HP Proliant N36L, N40L und N54L fündig. Ähnliches habe ich auch für einen High-End-HTPC zusammengestellt, die Luxusvariante gegenüber einer Android-TV-Box wie der ATV1200, die bei mir mit XBMC recht problemlos ihren Dienst versieht.

Update: für FreeNAS 9.1.x ist der Plex Media Service als Plugin erschienen, was neben minidlna einen weiteren Service bringt, welcher Medien im Netzwerk verteilen kann.

HTPC als DLNA-Client für FreeNAS-Server: Zusammenstellung 1

Nachdem mein FreeNAS-Server zuverlässig läuft und Daten via DLNA bereitstellt (in Form des minidlna-Plugins) fehlt es nun noch an einem Abspielgerät im Wohnzimmer – ein HTPC (Home Theater PC). Im Schlafzimmer setze ich auf ein AppleTV 2, im Wohnzimmer mit Beamer sollte es aber eine etwas leistungsstärkere Lösung sein, sprich: ein HTPC muss her. Wichtigste Vorgabe: lautlos muss es sein, am Besten keine beweglichen Teile. Als Surf- und Arbeits-PC benutze ich einen Core i3 in einem Impactics-Gehäuse, eine ähnliche Lösung schwebt mir auch für das Wohnzimmer vor.

Das Impactics C3LH-B hat jedoch einen Nachteil: es ist nicht erweiterbar und auf Mini-ITX-Mainboard beschränkt. Als Alternative bietet sich das Streacom ST-FC95 an. Auf einer ähnlichen Technik basierend wie bei Impactics sorgen auch hier Heatpipes für die Wärmeabfuhr an Kühlrippen, doch das Gehäuse ist geräumiger: es passen Micro-ATX-Mainboard und es gibt Platz für Low-Profile-Steckkarten, was für eine zusätzliche Soundkarte praktisch ist.

FreeNAS 8.3.1-BETA 1 mit ZFS-Verschlüsselung

Die kommende FreeNAS-Version 8.3.1 wird als wichtigste Neuerung eine Verschlüsselung für ZFS-Dateisysteme mitbringen. Derzeit befindet sich FreeNAS 8.3.1 in der ersten BETA-Version, es wird daher davon abgeraten, dieser Version irgendwelche wichtigen Daten anzuvertrauen – egal ob die Verschlüsselung genutzt wird oder nicht. Neben der Verschlüsselung gibt es auch Updates für iSCSI-Targets und Samba, die ebenfalls noch nicht getestet wurden und nur in einer BETA-Version vorliegen.

An den Plugins soll sich dagegen nichts ändern, beliebte Funktionen wie minidlna werden hoffentlich auch mit der kommenden Version reibungslos funktionieren, nachdem es da mit FreeNAS 8.3.0 ein paar kleinere Probleme gegeben hatte, die mit der aktuellen FreeNAS 8.3.0-p1 aber der Vergangenheit angehören. Allgemein scheint es sich zu empfehlen, immer einen Patch-Release abzuwarten und nicht direkt auf eine neue Version zu updaten. Experimentierfreudige User können FreeNAS 8.3.1-BETA 1 auf der Webseite des Projekts herunterladen.

FreeNAS 8.3.0 RELEASE-p1 erschienen

Am Wochenende ist FreeNAS 8.3.0 RELEASE-p1 erschienen, welches vor allem Bugs in FreeNAS 8.3.0 beheben soll. Wichtigster Bug, der gefixed wurde: statt des nginx-Welcome-Screen kommt nun auf jeden Fall die GUI. Als Verbesserung gibt es nur traditionelle chinesische Zeichen zur Wahl für die Konsole. Ansonsten bleiben die Features der 8.3.0-Version von FreeNAS, welche auf FreeBSD 8.3-RELEASE-p3 aufsetzt und damit ZFS v28 mitbringt. Plugins und das Plugin-Jail sind natürlich nach wie mit dabei – ein bestehendes FreeNAS 8.2.0-p1-Plugin-Jail muss nicht geupgraded werden.

Der Download von FreeNAS 8.3.0-RELEASE-p1 ist von der FreeNAS-Sourceforge-Seite möglich. Dort gibt es auch verschiedene Plugins (64-bit & 32-bit), darunter minidlna für FreeNAS, zum Download. Ich selbst werde erst einmal bei FreeNAS 8.2.0-p1 bleiben, nachdem das System auf Basis eines HP Microserver N36L gerade sehr problemlos läuft.

FreeNAS auf Basis von HP N40L Microserver: Einkaufsliste

Ich selbst setze zwar einen HP N36L Microserver ein, es gibt aber ein Nachfolgemodell: den HP N54L (175 Euro bei Amazon) günstiger. Das Gehäuse ist das selbe, die Leistung etwas besser: statt mit 1,3 GHz taktet der AMD-Athlon-II-CPU mit 1,5 GHz beim N40L und 2,2 GHz beim N54L, was auch für Windows Homeserver 2011 reicht. Wer mehr Leistung braucht bekommt mit dem offiziellen Nachfolger des N40L, dem HP ProLiant MicroServer N54L, einen 2,2 GHz Dualcore AMD Turion Prozesser. Ansonsten sind die Daten die selben, der Preis für den N54L ist mittlerweile auf 220 Euro gefallen. (Geizhals.at, Stand 08.12.12).

FreeNAS 8.3.0 mit ZFS v28 erschienen

Bereits am Freitag ist FreeNAS 8.3.0 erschienen, welches als wesentliche Neuerung ZFS in Version 28 mitbringt (gegenüber ZFS v15 in FreeNAS 8.2.x – dieses wird nicht mehr weiterentwickelt, da auch das zugrunde liegende FreeBSD 8.2 nicht weiterentwickelt wird). Wer das Upgrade von FreeNAS 8.2.0-RELEASE-p1 durchführt, muss das Jail sowie die Plugins nicht neu installieren – nur wenn das Plugin-Jail ebenfalls geupdatet wird, ist eine Neuinstallation der Plugins fällig.

FreeNAS 8.3.0 bzw. ZFS v28 unterstützt „dedup“, welches aber sehr viel RAM benötigt. Laut Readme benötigt die Funktion zum Entfernen von doppelten Daten 3 – 5 GB RAM pro Terabyte Festplattenkapazität. Steht der RAM nicht zur Verfügung kann es neben Performance-Einbrüche zur Kernel Panic kommen, die sich ohne den Ausbau des RAMs nicht verhindern lässt. Privatnutzer sollten mit dieser Option also eher nicht experimentieren, außer sie wissen wirklich, welche Auswirkungen es hat.

Herunterladen kann man FreeNAS 8.3.0 direkt von Sourcforge: FreeNAS Download-Seite.

FreeNAS 8.2.0 mit ownCloud 4.5

ownCloud 4.5 in FreeNAS 8.2.0 Plugin-Jail

Inspiriert von einem Blog-Post auf Groovy Skills International habe ich meine FreeNAS-Installation ebenfalls mit ownCloud 4.5 aufgewertet. Vorteil: damit können Dateien automatisch synchronisiert werden und stehen dann sowohl auf verschiedenen Rechnern, als auch über das Internet mit verschiedenen Smartphone-Apps bzw. einer Weboberfläche zur Verfügung. Für letzteres ist Bedingung, dass die FreeNAS-Installation auch extern erreichbar ist, was nur zu empfehlen ist, wenn das System wirklich sicher konfiguriert ist. Vorteil dennoch: dadurch, dass das Plugin-Jail verwendet wird, wird die eigentliche IP des NAS-Installation nicht extern verfügbar gemacht. Wer es ganz sicher will, nimmt für ownCloud ein eigenes Jail.

Ich will an dieser Stelle auch gar nicht weiter auf die Installation von ownCloud 4.5 auf FreeNAS in der Plugin-Jail eingehen – vorgenannter Blog übernimmt das schon sehr gut. Was mir Steine in den Weg gelegt hat war eine fehlende Konfiguration des DNS-Servers sowie ein fehlender Editor (neben vi, mit dem ich mich aber nicht anfreunden mag :)). Beides lässt sich leicht lösen, nano lässt sich einfach über die FreeBSD-Ports nachrüsten.

Vorteil der eigenen Lösung: man ist nicht auf die Dienste externer Dienste wie Dropbox angewiesen, bei denen die Daten immer in der Cloud verlagert werden und unklar ist, ob sie dort wirklich „sicher“ sind – die eigenen Festplatten sind da dann doch vertrauenswürdiger. Nachteil: bestehende Daten können nicht in die ownCloud übernommen werden – das System erfordert, dass die Dateien nur vom Webserver-User gelesen und geschrieben werden können. Damit kann auch nicht ohne weiteres auf die Daten in der ownCloud zugegriffen werden, außer man benutzt den entsprechenden User.

Wer ein FreeNAS-System mit owncloud zusammenstellen will, kann dies auf Basis der HP Microserver N40L Einkaufsliste für FreeNAS machen.