FreeNAS 8.3.0-BETA 3 verfügbar

Auf FreeNAS.org ist bereits die 3. Beta-Version der kommenden FreeNAS-Version 8.3.0 erschienen, die als wesentliche Neuerung eine neue ZFS-Version mit bringt. Das Update auf die neue Dateisystem-Version ist allerdings optional und muss manuell angestoßen werden; Einmal durchgeführt, versteht sich das ZFS nicht mehr mit älteren FreeNAS bzw. FreeBSD-Versionen, sodass das Upgrade eine Einbahnstraße ist und wohlüberlegt sein will. Die Plugins wie minidlna liegen ebenfalls in einer aktualisierten Version vor – minidlna in Version 1.0.24, firefly in Version 1696 und transmission in Version 2.61. Auch das Plugin-Jail hat ein Update erfahren in der Beta 3.

Da eine Software wie FreeNAS am ehesten auf einem System eingesetzt wird, das wichtige Daten enthält, ist von einem Update auf eine Beta-Version abzuraten – außer man verfügt über ein komplettes zusätzliches Backup. Gerade Änderungen am Dateisystem können zu Datenverlust führen. FreeNAS 8.3.0 ist zudem wieder mehr Evolution denn Revolution: mit 8.2.0 eingeführte Funktionen wie die Plugins werden verbessert und fortgeführt, außerdem wird das ZFS-Dateisystem auf eine aktuelle Version gebracht. Wirklich Nachteile, wenn man auf die finale Version wartet, hat man jedoch nicht.

FreeNAS per Wake-On-LAN einschalten

In meinem vorherigen Blog-Eintrag habe ich beschrieben, wie man FreeNAS prüfen lässt, ob noch Rechner im Netzwerk an sind – ansonsten fährt sich das System runter. Nun bleibt die Frage, wie man es danach wieder startet.

Magic Packet senden

Ein naheliegender Weg ist Wake-On-LAN (kurz WOL). Dabei wird ein sogenanntes „Magic Packet“ an die Netzwerkkarte gesendet, wodurch das System dann gestartet wird. Leider unterstützt die Onboard-NIC im HP N36L diese Funktion unter FreeBSD nicht, sodass eine Intel-NIC Einzug halten im System. Nachdem die Karte verbaut ist braucht man nur noch ein Tool (auf meinem MacBook Air verwende ich das kostenlose „WakeOnLAN“, andere Programme werden genauso funktionieren) mit dem das magische Paket gesendet wird. Für Windows bietet sich sie schlichte wol.exe an, der die MAC-Adresse als Parameter übergeben wird. Dies kann dann entweder über eine Verknüpfung oder im Autostart ausgeführt werden, fertig sieht das dann so aus (die MAC-Adresse muss angepasst werden):

@wol.exe 6805ca09fcf9
@echo "WOL-Signal gesendet 1"
@timeout /T 5
@wol.exe 6805ca09fcf9
@echo "WOL-Signal gesendet 2"

Das als Inhalt einer Batch-Datei (*.bat) in das selbe Verzeichnis wie die wol.exe legen, dann werden nacheinander mehrere WOL-Signale gesendet mit jeweils 5 Sekunden abstand.

Und siehe da: der HP N36L startet ohne weiteres, ohne das man auf den Power-Knopf gedrückt haben muss. Sicher, je nachdem wo das Gerät steht kann man es auch von Hand starten, aber es ist schon praktisch, das NAS theoretisch auch vom Smartphone aus aktivieren zu können. Etwas störend bzw. gewöhnungsbedürftig ist nur die Boot-Zeit, die Daten stehen nicht sofort zur Verfügung. Dies kann man aber leicht beeinflussen, in dem man den Cronjob, der das NAS herunterfährt, nicht zu oft ausführt – dann geht es wirklich nur aus, wenn man das Haus verlässt und nicht schon, wenn man nur mal kurz den Rechner aus macht.

Ich hoffe, meine Erfahrungen helfen dem Einen oder Anderen, etwas Strom zu sparen. Als nächstes mache ich mich daran, die Festplatten kontrollierter in den Standby zu bringen, wenn keine Daten abgerufen werden.

Wake-on-LAN für FreeNAS 9.1.1

natürlich funktioniert diese Variante auch mit der aktuellen FreeNAS-Version 9.1.1 – allerdings habe ich nicht probiert, ob nicht mittlerweile Wake-on-LAN auch mit der Onboard-NIC der N36L funktioniert.

Wake-on-LAN für FreeNAS 9.2.x

Leider funktioniert Wake-on-LAN mit FreeNAS ab Version 9.2.0 nicht mehr wie gewohnt. Um Wake-On-LAN dennoch nutzen zu können, hilft bei einem Setup mit Intel NIC eine Änderung an der rc.shutdown-Datei. Dafür müssen einige Schritte durchgeführt werden, was sich aber einfach erledigen lässt. Zuerst muss man sich via SSH einloggen, danach:

mount -w /
nano -w /conf/base/etc/rc.shutdown

Die Zeile /sbin/ifconfig -l | /usr/bin/xargs -n 1 -J % /sbin/ifconfig % down auskommentieren (# voranstellen)

mount -r /

 

Wenn man jetzt das System neustartet kann man es danach via Wake-on-LAN wieder aufrufen – wie oben beschrieben. Hoffentlich funktioniert WoL mit FreeNAS in der nächsten Version wieder problemlos.

Wake-on-LAN für FreeNAS 9.3.0

Nach dem Upgrade auf die aktuelle FreeNAS-Version 9.3.0 war ich zuerst skeptisch, was Wake-On-LAN angeht. Aber: anders als bei 9.2.x funktioniert es zumindest mit der Intel-NIC ohne Probleme und ohne weitere Einstellungen. Einfach herunterfahren, danach kann FreeNAS 9.3.0 einfach via Wake-On-LAN gestartet werden.

Wake-on-LAN für FreeNAS 9.10

Wer bereits FreeNAS 9.10 verwendet, braucht wieder den bereits für FreeNAS 9.2.x nötigen Workaround. Damit lässt sich das System wieder wie gewohnt per WOL-Signal starten.

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FreeNAS: automatisch bei Nicht-Benutzung abschalten

Alle 15min das Script ausführen, mit dem geprüft wird, ob noch ein Rechner läuft, der das NAS brauchen könnte.

Wer wie ich sein NAS zuhause einsetzt, braucht es nicht die ganze Zeit aktiv. Leider bietet FreeNAS von Haus aus keine Funktion, das NAS herunter zu fahren, wenn es nicht gebraucht wird – also kein Rechner im Netzwerk online ist. Im FreeNAS-Forum sowie im PCGH-Extreme-Forum gibt es Anleitungen, wie man mit einem Cronjob regelmäßig (ich prüfe alle 15 Minuten) testen kann, ob noch ein Rechner auf einen Ping antwortet.

Problematischer ist das automatische Starten. Leider unterstützt FreeBSD (was als Basis für FreeNAS dient) in der Version 8.2 kein Wake-On-LAN mit der Onboard-Netzwerkkarte meines HP N36L. Dies lässt sich mit einem von Hand gepatchten FreeNAS umgehen (was eher kompliziert ist) oder mit einer anderen Netzwerk-Karte: meine Wahl fiel auf die Intel EXPI9301CT PCI-Express, welche laut verschiedene Berichten unterstützt werden soll und für 25,-Euro im Handel erhältlich ist. Das Script, welches ich ein wenig angepasst habe, stammt ursprünglich aus dem FreeNAS-Forum und ist hinter dem „mehr…“-Link zu finden. Danach muss es nur als Cronjob eingerichtet werden.

FreeNAS 8.3-BETA 1 mit ZFS v28

Kurz nachdem FreeNAS 8.2.0 mit Plugin-Support erschienen ist, legen die Entwickler nach und bringen die erste Beta-Version von FreeNAS 8.3, basierend auf FreeBSD 8.3-RELEASE-p7. Damit ebenfalls neu: eine neue ZFS-Version, 28. Damit einher gehen neue Features was das Dateisystem angeht, sowie ein möglicher Performance-Schub.

Nachdem die Plugins in einem eigenen Jail laufen, funktionieren diese auch ohne Updates mit der neuen FreeNAS-Version. Wie immer bei Beta-Software sollte man vorsichtig sein und diese nicht auf Produktivservern einsetzen – hat man erst einmal auf die neue Version des Dateisystems geupdatet, gibt es kein Zurück mehr auf die vorherige Version. Zum Glück ist es ein optionaler Schritt, das Upgrade-Tool führt die Änderungen am Dateisystem nicht automatisch durch, stattdessen muss der Vorgang über das Command Line Interface (CLI) ausgelöst werden.

FreeNAS 8.3.0-BETA 1 können mutige von Sourceforge herunterladen: FreeNAS 8.3.0-BETA 1 Download

Freenas 8.2: Wann kommen weitere Plugins?

Mit Freenas 8.2.0 ist zuerst die Plugin-Unterstützung gekommen, unter Anderem gibt es ein Plugin für minidlna. Nun stellt sich mit als User die Frage: wie geht mit anderen Plugins weiter? Sicher, es gibt noch Transmission und Firefly, aber Dinge wie VirtualBox wären sehr praktisch. Ebenfalls interessant: ein Webserver sowie eine Firewall.

Damit würde sich Freenas weiter von dem Gedanken einer reinen Network Attached Storage-Lösung entfernen („free NAS“), für Heimanwender wäre es aber durchaus praktisch, nicht mehrere Geräte parallel benutzen zu müssen. Es bleibt also zu hoffen, dass sich da draußen Leute finden, die eine ähnliche Meinung haben. Sollte ich mal sehr viel Zeit haben, werde ich mich selbst daran machen, ein entsprechendes PBI für die für mich interessante Software zu erstellen.

Die offiziellen FreeNAS Plugins gibt es bei Sourceforge zum Download, jeweils in einer 32- und 64-Bit Fassung. Im FreeNAS-Forum gibt es zudem Threads zu kommenden Plugins, z.B. Bacula SD.

FreeNAS 8.2.0: minidlna.conf um Medien-Verzeichnisse erweitern

Konfigurations-GUI für minidlna in FreeNAS 8.2.0

Mit FreeNAS 8.2.0 ist die Unterstützung für minidlna als Plugin gekommen. Leider sind die Einstellungsmöglichkeiten eingeschränkt, so lässt sich über das GUI nur ein Medien-Pfad definieren. Allerdings ist es sehr einfach, mit ein paar Änderungen in der minidlna.conf Ordner für Videos, Bilder und Filme zu definieren. Im folgenden gehe ich davon aus, dass das Plugin-Jail erfolgreich installiert und konfiguriert wurde und auch das minidlna-PBI geladen ist.

Hinweis: der Medien-Pfad (hier /Musik) muss als Mountpoint im Jail angelegt werden, dieses wird ebenfalls über die Plugin-Konfiguration gesteuert. Drückt man auf „Browse“ in diesem Menü, kommt man in den Verzeichnisbaum des Host und nicht des Jails. Die Pfade sind relativ zum Jail, wenn dieses in „/mnt/pool/jail/Jail“  abgelegt ist, entspricht „/Musik“ also „/mnt/pool/jail/Jail/Musik“. Dieses Verzeichnis muss angelegt werden und auf das eigentliche Datenverzeichnis gemountet werden.

FreeNAS 8.2.0 erschienen

Die kostenlose Software zum Aufsetzen eines Network Attached Storage (NAS) FreeNAS (von „free NAS“) ist in der Version 8.2.0 erschienen. Sie kann sowohl auf 64- als auch auf 32-Bit-Systemen installiert werden und bringt als wichtigste Neuerung (neben allerlei Bugfixes und Verbessungen die Möglichkeit, Plugins im PBI-Format in einem eigenen Jail zu betreiben (sodass die eigentliche NAS-Funktionalität nicht von den Plugins beeinträgtigt werden sollte.

Stand heute gibt es als Plugins minidlna (um einen DLNA-Server aufzusetzen), transmission (ein Bittorrent-Client) sowie firefly (ein iTunes-Server). Diese Funktionen ließen sich zwar schon mit FreeNAS 8.0.4-Multimedia erreichen, mit 8.2.0 ist es aber deutlich einfacher geworden.

Ich werde mein NAS (bestehend aus einem HP Proliant Microserver N36L mit vier 2 Terabyte-HDDs im RAIDZ) wahrscheinlich anfang kommender Woche upgraden, sofern nicht noch erhebliche Bugs gemeldet werden. Dann gibt es hier auch ein Update bezüglich des Upgrade-Prozesses von FreeNAS 8.0.4 auf FreeNAS 8.2.0 sowie neue Benchmarks, wie sich die Samba, AFP und iSCSI-Performance entwickelt hat. Wer sofort upgrade will oder ein neues NAS-Projekt starten, findet hier den Downloads bei Sourceforge:

Was man bei der minidlna-Konfiguration besser man kann und beachte sollte habe ich in einem eigenen Beitrag zusammengefasst: FreeNAS 8.2.0: minidlna.conf um Medien-Verzeichnisse erweitern

Freenas 8.2.0 biegt auf die Zielgerade ein: RC1 erschienen

Wer wie ich FreeNAS auf einem Selbstbau-NAS benutzt, kann sich auf das baldige Erscheinen der Version 8.2.0 freuen, die vor allem die Unterstützung für Plugins mit sich bringt. Klimmzüge für minidlna fallen dann weg, es wird direkt als Plugin vorhanden sein.

Ansonsten bringt FreeNAS 8.2 nicht viele größere Neuerungen, alles wird auf neue Software-stände gebracht. Was bisher gut lief, wird hoffentlich auch in Zukunft funktionieren. Wer den ersten Release-Candidate ausprobieren will, kann ihn auf der Projekt-Homepage herunterladen.

FreeNAS 8.2.0 Beta 4: weiteres Bugfixing an den Plugins

Mit FreeNAS 8.2.0 wird die Möglichkeit eingeführt, Plugins zu installieren, die in einer eigenen Umgebung laufen („plugin jail“). Da es eine komplett neue Funktionalität ist, die zudem tiefe Eingriffe in das System bedeutet, dauert die Entwicklung entsprechend länger. Nun ist die vierte Beta der FreeBSD-basierten NAS-Software erschienen, neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, Plugins zu aktualisieren und das Plugin-„Gefängnis“ upzugraden.

Als Plugin stehen Funktionen zur Verfügung, die bisher von Hand konfiguriert werden mussten. Zum Beispiel minidlna, um Medien via DLNA auf Playstation 3 oder Apple TV (mit XMBC) zu verteilen. Außerdem: Bittorrent und iTunes, weitere Plugins sind in der Entwicklung. Bisher habe ich mich nicht getraut, mein HP N36L-NAS zu upgraden, dass kommt erst in Frage, wenn FreeNAS 8.2.0 final ist (oder am Besten 8.2.1 erschienen ist).

Wer FreeNAS 8.2.0-BETA4 ausprobieren will (immer die Datensicherheit im Hinterkopf haben, es ist eine BETA!) kann es auf der FreeNAS-Website herunterladen.

FreeNAS 8.0.4 iSCSI-Performance

Mein HP-N36L-NAS dient nicht nur als Datenspeicher für Fotos, sondern auch als Speicherort für Virtual-Disk-Images, die von VirtualBox verwendet werden: auf meinem Surf- und Arbeits-PC ist dank SSD einfach nicht genug Platz. Nachdem die Konfiguration von iSCSI im FreeNAS-Wiki schon beschrieben wird, hier nur ein paar Performance-Daten meines Setups:

Crystal Disk Mark 3.0.4, iSCSI, HP N36L

Erreicht wird es mit vier Hitachi 2-Terabyte-Festplatten mit 5.400rpm, welche mit ZFS als RAIDZ konfiguriert sind. Ferner sind 8 Gigabyte RAM verbaut, um dem ZFS genug Platz zum Arbeiten zu lassen. Für ISCSI sind 100 GB reserviert, für meine Zwecke genug. Damit lässt sich Ubuntu 12.04 LTS in einer virtuellen Maschine ohne Problem nutzen, die Startzeit ist zwar vielleicht nicht so gut wie nativ auf einem schnellen System, reicht aber vollkommen aus. Die SSD im Host-Rechner erreicht natürlich noch deutlich andere Leistungsregionen.