Apple: iOS 8.3 erschienen

Kurz vor dem Start der Apple Watch hat die Firma aus Cupertino noch eine neue iOS-Version veröffentlicht: iOS 8.3. Dieses Release soll vor allem mehr Geschwindigkeit bringen.

Apple bringt mit iOS 8.3 vor allem bessere Performance
Apple bringt mit iOS 8.3 vor allem bessere Performance
Die Liste der Fehlerbehebungen und Änderungen ist durchaus recht lang – vor allem wurden Fehler mit WLAN-Verbindungen, CarPlay, Safari behoben. Interessant für viele Kunden: bei einigen Providern ist es jetzt möglich, zwischen 2G, 3G und LTE explizit zu wählen, ersten Berichten zu folge klappt dies bei Vodafone und der Telekom. Bei Congstar ist die Wahl ebenfalls möglich, sofern man einen Tarif mit LTE-Support hat.

iOS 8.3 bringt die Wahl des Netzstandards
iOS 8.3 bringt die Wahl des Netzstandards
Das Update auf iOS 8.3 wird wie bei Apple gewohnt Over-the-Air (OTA) ausgeliefert und steht für iPhone ab 4s, iPad (ab 2) und iPod touch (ab 5G) zur Verfügung – Apple unterstützt damit auch relativ alte Geräte, das iPhone 4S wurde 2011 eingeführt und ist damit fast vier Jahre alt – ohne gegen Android sticheln zu wollen, entsprechend alte Geräte werden nur selten mit aktuellen Android-Versionen versorgt.

Neben den offensichtlichen Änderungen wird Apple auch wieder Sicherheitslücken geschlossen haben – gerade wer einen Jailbreak einsetzen will, sollte wie immer mit dem Update warten: ohne bekannte Lücken ist ein Jailbreak nicht möglich, wie immer dauert es wahrscheinlich wieder einige Tage, bis die „Befreiung“ der aktuellen iOS-Version verfügbar ist.

Störerhaftung: Frage-/Antwortkatalog erschienen

Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Frage- und Antwortkatalog zum Gesetzesentwurf zur Verbesserung der Rechtssicherheit veröffentlicht. Der zeigt: ein wirklicher Fortschritt bei der Störerhaftung ist nach wie vor nicht zu erwarten.

Golem.de geht mit dem Gesetzesentwurf und der jetzt erschienenen FAQ hart ins Gericht: einige im Gesetzesentwurf enthaltene Änderungen seien nur vorgeschoben und würden die Verbreitung freier WLAN-Netze verhindern. Die Freifunker sehen sich ebenfalls bestätigt, gerade die Frage wann genau ein WLAN-Hotspot „geschäftsmäßig“ betrieben wird – nach Interpretation der Freifunker kann auch eine Privatperson ein „geschäftsmäßiger“ WLAN-Betreiber sein, wenn man das WLAN dauerhaft zur Verfügung stellt. Weiterlesen…

HP Proliant N54L: perfekt für FreeNAS

Wer auf der Suche nach einem System für FreeNAS ist (aktuell ist FreeNAS 9.3.0 erschienen) sollte sich den HP Proliant N54L Microserver einmal genauer anschauen.

Mit 2,2 GHz ist das System immer noch schnell genug, um auch für mehrere Clients mit Daten zu versorgen und die mit Hilfe von ZFS zu verschlüsseln. Vier Festplatteneinschübe bieten genug Platz, um ein großes NAS aufzubauen, die Festplattengröße ist der einzige limitierende Faktor. Das Problem, dass Wake-On-LAN unter FreeNAS mit der Onboard-Netzwerkkarte nicht funktioniert, hat auch der N54L, sodass man eine Intel Netzwerk-Karte mit bestellen sollte. Vier Gigabyte RAM sind ebenfalls etwas knapp, hier sollten es 8 oder gleich 16 Gigabyte sein – zu viel RAM kann ZFS nicht bekommen.

Leider ist der N54L nicht mehr ohne weiteres zu bekommen – abgelöst wurde er von neueren Microserver Gen8, der auf Intel-Basis deutlich mehr Leistung zur Verfügung stellt. Geblieben ist das kleine Gehäuse und die Unterstützung für vier Festplatten. Zusammen mit der aktuellen FreeNAS-Version ergibt sich damit eine gute Alternative zu bekannten Fertig-NAS-Systemen.

Einkaufsliste für HP Proliant N54L & FreeNAS (alles Amazon, Preis vom 09.03.2014):

Weiterlesen…

Pagespeed: combine_css mit WordPress

Wer WordPress mit mod_pagespeed bzw. ngx_pagespeed verwendet und den Filter combine_css verwendet, wird feststellen, das nichts passiert. Was ist zu tun?

Der Grund für die Probleme: Das Pagespeed-Modul berücksichtigt keine CSS-Einbindungen, die unterschiedliche IDs haben. WordPress setzt den Namen des CSS als ID bei der Einbindung, am Ende sieht es dann so aus:

link rel='stylesheet' id='wp-pagenavi-css' href='/wp-content/plugins/wp-pagenavi/pagenavi-css.css?ver=2.70' type='text/css' media='all'/

Der Lösungsansatz: die ID sowie den dazugehörigen Wert entfernen. Dafür kann man eine entsprechende Funktion in der functions.php des Themes einbinden:

function remove_style_id($link) {
        return preg_replace("/id='.*-css'/", "", $link);
}
add_filter('style_loader_tag', 'remove_style_id');

Der Hintergrund: der Filter style_loader_tag beinhaltet die Einbindung, die Funktion remove_style_id macht nichts weiter als in der fertigen Ausgabe der CSS-Einbindung in WordPress die ID-Werte zu entfernen. Das „Problem“ besteht schon länger, auf Codecentric.de wurde dieser Lösungsansatz bereits 2011 beschrieben.

Insgesamt braucht man am Ende mit den funktionierenden combine_css das WordPress W3TC-Plugin nicht mehr: Caching wird via Microcaching direkt von Nginx gelöst, alle anderen Seitenoptimierungen erledigt das Pagespeed-Modul im Webserver. Dieser Blog läuft mit einer entsprechenden Konfiguration und erreicht damit sehr gute Speed-Index-Werte.

WLAN-Abdeckung verbessern: Fritz!WLAN Repeater 1750E

Wenn der Router unglücklich platziert ist, reicht manchmal auch in kleineren Wohnungen die WLAN-Reichweite nicht, um überall eine gute Abdeckung zu erreichen. Zum Teil wird zwar Empfang signalisiert, aber trotzdem keine Daten übertragen. Ein WLAN-Repeater wie der Fritz!WLAN Repeater 1750E können hier Abhilfe schaffen.

Fritz!WLAN Repeater 1750E
Fritz!WLAN Repeater 1750E
Da ich bereits eine Fritz!Box 7490 als Router an einem VDSL2-Anschluss der Telekom verwende, hat es mich schon länger gestört, dass das WLAN nicht die ganze Wohnung abdeckte. Leider ist der Telefonanschluss so platziert, dass das WLAN der Fritz!Box nicht die gesamte Wohnung in ausreichender Qualität abdeckt. Zwar kommt eine Powerline-Verbindung mit Devolo 650+-Adaptern zum Einsatz, um mal kurz ein Notebook anzuschließen oder für das Smartphone ist dies doch eher unpraktisch.

Auf der Suche nach passenden Produkten bin ich dann irgendwann beim Fritz!WLAN Repeater 1750E hängen geblieben. Im Prinzip entspricht er dem AVM FRITZ!WLAN Repeater DVB-C, nur eben ohne die DVB-C-Funktionen. Weiterlesen…

Störerhaftung: Offenes WLAN bleibt gefährlich (Update)

Eigentlich wollte die Bundesregierung das Betreiben eines offenen WLANs einfacher gestalten und die Störerhaftung abschaffen bzw. zumindest einschränken, um die WLAN-Abdeckung zu verbessern. Ein Gesetzesentwurf macht jedoch wenig Hoffnung.

So berichtet der Spiegel, dem das Dokument vorliegt, dass das Telemediengesetz dahingehend geändert werden soll, dass auch „Dienstanbieter, die Nutzern den Internetzugang über ein drahtloses lokales Netzwerk (W-Lan) zur Verfügung stellen“ von der Haftung für „fremde Informationen, die sie in einem Kommunikationsnetz übermitteln oder zu denen sie den Zugang zur Nutzung vermitteln“ freigestellt werden. Bisher gilt dies nur für Internetprovider, die damit z.B. nicht für Urheberrechtsverstöße ihrer Kunden haftbar gemacht werden können. Weiterlesen…

Veröffentlicht in Netz

Apple bringt iOS 8.2 mit Apple Watch Support

Apple hat gestern die eigene Smartwatch-Linie vorgestellt – parallel dazu kam iOS 8.2. Neben Supprt für die Apple Watch enthält das Update auch weitere Verbesserungen.

iOS 8.2 bringt Support für Apple Watch
iOS 8.2 bringt Support für Apple Watch

Das Update auf iOS 8.2 bringt abgesehen vom Support für Apples Uhr keine wesentlichen Neuerungen – das ist wohl erst mit dem nächsten „richtigen“ Update auf iOS 9 mit der nächsten Generation an Apple Geräten zu erwarten. Leichte Vorteile bringt iOS 8.2 auch für ältere Geräte wie das Ipad 2 oder das Ipad 3 mit Retina Display: hier wurde die Performance leicht verbessert, was viele Nutzer beim Wechsel von iOS 7.1.x auf 8.0 bemängelt hatten.

Der komplette Changelog ist dann doch recht umfangreich und beinhaltet auch Änderungen für den Support von Exchange-Servern und verschiedene andere Verbesserungen.
Weiterlesen…

Moto G: Android 5.0.2 in Deutschland verfügbar

Bereits einige Zeit wurde das Android „Lollipop“-Update für das Moto G (2013) weltweit ausgerollt, nun scheint es auch flächendeckend in Deutschland verfügbar zu sein.

Moto G (2013) mit Android 5.0.2
Moto G (2013) mit Android 5.0.2
Motorola setzt dabei direkt auf Android 5.0.2 und erspart damit den Kunden die ersten – meist fehlerhaften – Versionen. Mit „Lollipop“ kommt auch die neue Grundoptik im „Material Design“ auf das Moto G der ersten Generation. Da Motorola weitgehend auf die optische Anpassung verzichtet und keinen wesentlich veränderten Launcher einsetzt bekommt man Android 5.0 weitgehend Vanilla.
Weiterlesen…

o2 bietet Watchever günstig mit Drosseltarifen

Manchmal bekommt man den Eindruck, Provider haben eine falsche Vorstellung vom Nutzungsverhalten ihrer Kunden: o2 bietet jetzt Watchever günstiger an – und drosselt gleichzeitig die DSL-Anschlüsse.

Die von o2 angekündigte Drosselung, bei der eine dauerhafte Begrenzung der Bandbreite in Kraft tritt nachdem der Kunde drei Monate in Folge das jeweilige Limit des Vertrags ist seit Februar 2015 in Aktion. Ironischerweise bietet o2 seinen Kunden ein Angebot, Watchever deutlich günstiger nutzen zu können.
Weiterlesen…

FCC setzt Netzneutralität in den USA durch

Während in Deutschland über den Routerzwang gestritten wird, sind uns die USA in einem Punkt schon voraus: dort hat die FCC nun für Netzneutralität gesorgt.

Netzneutralität in den USA von der FCC beschlossen - keine zwei Schienen für Daten
Netzneutralität in den USA von der FCC beschlossen – keine zwei Schienen für Daten
Das berichtet der Spiegel. Mit der Vorgabe der Netzneutralität gibt es keine Möglichkeit, Datenpakete unterschiedlich zu behandeln. Es dürfen in den USA nun keine Datenpakete aus finanziellem Interesse bevorzugt werden oder bestimmte Web-Angebote gedrosselt werden.

Internet gehört mit der Neuregelung durch die FCC nun zur Grundversorgung wie Wasser, Strom oder Telefon und darf damit kaum noch eingeschränkt werden. Die neue Regelung der Netzneutralität war nötigt geworden, nachdem Verizon – ein großer Provider in den USA – gegen die bisher geltenden Regelungen zur Netzneutralität geklagt hatte. Die neue Regulierung dürfe bei den Providern nun ebenfalls nicht auf viel Gegenliebe stoßen und wahrscheinlich wieder zu klagen führen – schließlich ist es gerade für Kabelnetzprovider ärgerlich, Traffic von potentiellen Wettbewerben wir Netflix ohne die Möglichkeit einer zusätzlichen Gebühr durchleiten zu müssen.

In Deutschland gibt es seit den Überlegungen der Telekom, Internet-Anschlüsse nach dem erreichen eines Bestimmten Datenvolumens zu drosseln, ebenfalls eine Rege Diskussion zum Thema Netzneutralität – schließlich sollten Telekom-eigene Netzdienste wie Entertain davon ausgenommen werden. Ein so klares Bekenntnis zur Netzneutralität wie es jetzt in den USA gegeben wurde fehlt in Deutschland aber noch.