Nginx: HTTP/2 über Alpha-Patch verfügbar

HTTP/2 wird von immer mehr Browsern unterstützt, nur bei den Webservern klemmt es teilweise noch. Für Nginx ist nun ein erster Patch erschienen, der das neue Protokoll einbindet.

nginx_logoDafür ist es natürlich zuerst notwendig, dass Nginx selbst kompiliert wird. Ich verwende den aktuellen Mainline-Zweig (derzeit 1.9.4) als Basis, dazu muss noch OpenSSL 1.0.2 installiert sein. Im Nginx-Blog ist ein Beitrag mit dem passenden Patch erschienen.

Der Patch selbst ist recht einfach durchgeführt. Zuerst muss die Patch-Datei heruntergeladen werden:

wget http://nginx.org/patches/http2/patch.http2.txt

Ist das geschafft, sollte man zuerst einen Testlauf durchführen. Ansonsten kann es auch in einer Testumgebung zu unnützem Zeitaufwand kommen (folgendes im Nginx-Verzeichnis ausführen, ggf. den Pfad zur Patch-Datei anpassen):

patch -p1 --dry-run < patch.http2.txt


FreeNAS 10 – die wichtigsten Neuerungen

Nach der aktuellen Version 9.3 wird FreeNAS 10 folgen. Mit der kommenden Version wird es auch wieder einige Neuerungen geben, die das kostenlose NAS-Betriebssystem weiter verbessern.

FreeNAS 10 Architektur
FreeNAS 10 Architektur
FreeNAS 10, welches das zweite Milestone-Release (M2) am 06. Juli 2015 hinter sich gebracht hat, wird nicht einfach nur eine Weiterentwicklung des bisherigen FreeNAS 9.x sein, sondern über eine komplett neue Architektur und Struktur verfügen. Die bekannten Features wie das OpenZFS-Dateisystem, die Möglichkeit die Funktionalität mit Plugins zu verbessern.

Wesentliche Neuerungen werden die Benutzeroberfläche betreffen, welche laut den FreeNAS-Entwicklern in Version 10 eher eine Web-App als eine UI sein soll. Durch die Änderungen an der Architektur soll es auch für die FreeNAS-Entwickler leichter werden, das System weiter zu entwickeln, neue Releases werden damit also leichter werden.

Fax via VoIP & VDSL: Cisco SPA112 an Fritz!Box 7490

Wer an einem VoIP-Anschluss ein Hardware-Fax betreiben will, muss dies entweder an der Fritz!Box direkt anschließen oder einen Adapter wie den Cisco SPA112 verwenden.

Das Betreiben eines analogen Fax-Gerätes ist für Kunden mit einem „All-IP“-Anschluss (oder wie der jeweilige Anbieter das Produkt auch nennt) nicht unbedingt einfach. An die Fritz!Box lassen sich zwar Analoge Geräte anschließen, manchmal ist der Platz für das Faxgerät (wenn es sich wie in meinem Fall um einen Multifunktionsdrucker handelt) jedoch deutlich von der Fritz!Box entfernt, in meinem Fall wäre es unmöglich oder zumindest sehr unschön ein entsprechendes Kabel quer durch die Wohnung zu legen. Die Lösung: ein Cisco SPA112-Adapter, der auf die Fritz!Box als SIP-Proxy zugreift.

Der Vorteil: das Fax-Gerät (in meinem Fall ein HP All-in-One OfficeJet 5610) kann im Arbeitszimmer stehen bleiben, die Fritz!Box in der Nähe des Telefonanschlusses. Für gelegentliches Faxen reicht auch die Variante über Roger Router, nur wenn man häufiger über den VoIP-Anschluss Faxe versenden will sollte man diese Alternative in betracht ziehen. Der Trick: dadurch, dass die Fritz!Box als Proxy fungiert, braucht man keine mühevolle und komplizierte Einstellung, um den SPA112 direkt als Gerät bei der Telekom einzubinden.

Gesetz gegen Routerzwang beschlossen

Nachdem bereits im Februar 2015 ein Gesetzesentwurf zur Abschaffung des Routerzwangs vorlag, ist dieser nun beschlossen worden!

Am Mittwoch wurde der Gesetzesentwurf, welcher vor allem den Netzabschlusspunkt festlegt (dieser muss in Zukunft passiv sein), vom Kabinett um Kanzlerin Angela Merkel beschlossen. Als nächstes muss das Gesetz noch den Bundestag passieren, dies soll aber noch in diesem Jahr passieren.

Nach erfolgreichem Beschluss wird es eine Übergangszeit von sechs Monaten geben – danach wird eine Strafe von bis zu 10.000,- Euro fällig, wenn die Zugangsdaten nicht zur Verfügung gestellt werden.


Gesetz gegen Routerzwang im Kabinett beschlossen!

Der Gesetzgebungsprozess zur Abschaffung des Routerzwangs ist zu einem positiven Ende gekommen: am Mittwoch wurde der Gesetzesentwurf vom Bundeskabinett beschlossen!

Dabei wurde der Gesetzesentwurf vom Februar 2015 zur Abstimmung gebracht – dies ist einer Mitteilung des zuständigen Bundesministerium zu entnehmen. Das wesentliche Element der Gesetzesänderung betrifft den „Netzabschlusspunkt“ – dieser soll in Zukunft passiv sein, was ein Gerät welches selbst Strom verbraucht (und aktiv ist) ausschließt.


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FreeNAS: Crashplan 4.3.0 Problemlösung

Wer Crashplan auf FreeNAS als Headless Backup-Maschine benutzt wird in den letzten Tagen bemerkt haben, dass er sich nicht mehr verbinden kann. Hier die Lösung!

Crashplan neigt dazu, mit neuen Updates nicht mehr auf FreeNAS zu funktionieren bzw. die Verbindung zwischen Client und Headless-Crashplan auf der FreeNAS-Maschine (bei mir nach wie vor ein HP ProLiant Microserver) funktioniert nach dem Update nicht mehr.

Ich gehe davon aus, dass das Crashplan-Plugin auf FreeNAS prinzipiell läuft und nur die Verbindung zwischen GUI (der Benutzeroberfläche) und Headless-Crashplan-Service fehlschlägt!

Schritt 0: per SSH in den Crashplan-Jail verbinden

Zuerst wird per SSH eine Verbindung zur FreeNAS-Maschine aufgebaut. Dort mittels jls herausfinden, welche ID das Crashplan-Jail hat (in meinem Fall: 2) und danach mit jexec ID csh verbinden. Man ist nun innerhalb des Crashplan-Jails, alle weiteren Befehle werden dort ausgeführt.

iPhone 3GS: geplatzter Akku vom rumliegen?

Smartphones sollte man nicht tiefentladen – die Auswirkungen auf den Akku können dabei verheerend sein. Genau das ist jetzt meinem alten iPhone 3GS widerfahren.

iPhone 3GS - defekter Akku
iPhone 3GS – defekter Akku
Nach einer Weile des Rumliegens hat sich das iPhone 3GS (welches bis dahin ohne Probleme funktionierte und eigentlich als „Einsteiger“-Smartphone dienen sollte) deutlich gewölbt und das Display ist in einzelnen Lagen auseinander gesprungen.

Zu 100% lässt es sich natürlich nicht sagen, ob es an der Tiefentladung lag oder ob ein anderer Defekt vorhanden war – auf jeden Fall schadet es nicht, Smartphones ab und zu im Auge zu behalten und sie auch mal zu laden. Immerhin hat es, abgesehen vom defekten iPhone, keine weiteren Schäden gegeben: ein Akku, der in Flammen aufgeht und dabei unbeobachtet ist, kann zu ernsthaften Problemen führen. Entsprechende Videos gibt es unter anderem bei Youtube.

Das iPhone ist auf jeden Fall so demoliert, dass auch eine Reparatur nicht mehr möglich wäre – ein Fall für die Wertstofftonne. Immerhin können beim Recycling noch die Materialen wieder verwendet werden.

Gesetz gegen Routerzwang: aktueller Stand KW 29/2015

Nachdem es recht lange Still um das geplante Gesetz gegen Routerzwang war, habe ich eine Anfrage beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gestellt.

Die Pressestelle hat auf meine Nachfrage zum aktuellen Stand im Gesetzgebungsprozess auch reagiert:

Das europäische Notifizierungsverfahren ist nunmehr abgeschlossen. Es ist beabsichtigt, den Gesetzentwurf im August dem Kabinett zur Beschlussfassung vorzulegen. Das parlamentarische Verfahren kann dann nach der Sommerpause beginnen.

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BOSE QuietComfort 25 Ears-On

Wer im Büro oder Unterwegs seine Ruhe haben möchte, sollte sich nach Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung umschauen: BOSE hat mit dem QuietComfort 25 ein sehr interessantes Angebot im Portfolio. Dieser Erfahrungsbericht soll eine mögliche Kaufentscheidung erleichtern, ist aber natürlich kein professioneller Test.

BOSE Quietcomfort 25
BOSE Quietcomfort 25

Bereits der BOSE SoundTrue Around-Ear Kopfhörer hält Umgebungsgeräusche recht gut vom Ohr fern – mit dem QuietComfort 25 klappt das noch besser. Der Trick: drei Mikrophone an jeder Ohrmuschel nehmen die Umgebungsgeräusche in Echtzeit auf und mischen der Musikwiedergabe entsprechend so Schallwellen bei, dass diese die störenden Geräusche aufheben. Das Ergebnis: eine rauschende Klimaanlage oder Turbinen-Geräusche im Flugzeug treten in den Hintergrund bzw. sind überhaupt nicht mehr zu hören. Für diese Funktion ist es nötig, eine AAA-Batterie im rechten Kopfhörer einzusetzen – ohne die Stromversorgung ist es dennoch möglich Musik zu hören, dies war beim Vorgänger noch anders.

SPD spricht sich für Vorratsdatenspeicherung aus

Wer darauf gehofft hat, dass die SPD sich beim Konvent an diesem Wochenende gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung, wurde enttäuscht. Die Partei hat eine Mehrheit für die anlasslose Speicherung von Internet-Daten gefunden.

Bei einem kleinen Parteitag in der Berlin stimmten 124 Delegierte mit „Ja“, 88 Delegierte lehnten das Vorhaben ab. Sieben Delegierte enthielten sich. Damit ist eine weitere Hürde des Vorhabens, IP-Adressen und Telefondaten bis zu zehn Wochen sowie Handy-Standortdaten bis zu vier Wochen zu speichern, genommen.

Kritiker sehen in dem Gesetzesentwurf nur einen weiteren Schritt in Richtung eines beschränkten Internet. Zwar ist es das Ziel der Vorratsdatenspeicherung, vor allem Terrorismus eine Stirn zu bieten, die gesammelten Daten können aber auch auf anderes Ausgewertet werden.

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