Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock: Erfahrungsbericht & Hands-On

Wer ein Macbook Pro ab Modelljahr 2016 mit mehr Anschlüssen versehen will, braucht in der Regel eine Docking-Station. Elgato bietet mit dem Thunderbolt 3 Pro Dock eine Variante, die kaum Wünsche offen lässt.

Bisher habe ich ein „Hyperdrive“ verwendet, wenn das Macbook zuhause an den Monitor angeschlossen werden sollte. Der Nachteil: es hat nur einen HDMI-Anschluss, sodass nicht beide Monitore meines Multi-Monitor-Setups (zwei Dell 2515H) verwendet werden können. Mit dem Wechsel auf ein aktuelles Macbook Pro (2018) habe ich mich dann entschlossen, auch eine neue Docking-Station anzuschaffen.

Die potentiell günstige Alternative in Form einer HP ZBook Thunderbolt 3 Dockingstation mit 150 W verbindet sich leider nicht korrekt mit dem Macbook (am Dell XPS 9360R meiner Frau funktioniert es vollkommen reibungslos). Ebenfalls eine Hürde: Apple unterstützt nach wie keine Daisy-Chaining für Display-Port, womit die Verkabelung der beiden Monitore deutlich einfacher geworden wäre.

Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock
Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock

Nach etwas Recherche bin ich dann auf das Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock gestoßen, welches anders als der kleine Bruder auch über einen SD- und Micro-SD-Kartenleser verfügt.

Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock: Spezifikationen

KompatibilitätThunderbolt 3 (USB-C, 40Gb/s)
Anschlüsse2x Thunderbolt 3.0 (DisplayPort over Thunderbolt), 2x USB-C 3.1 (10Gb/s, BC 1.2, 1.5A, UASP), 1x USB-C Ladeport, 2x USB-A 3.0 (5Gb/s, BC 1.2, 1.5A, UASP), 1x Gb LAN, 1x DisplayPort 1.2 (max. 4096×2160 @60Hz), 2x Klinke
Stromversorgungextern (Hohlstecker, 20V/8.5A), 70cm Kabellänge
Abmessungen220x80x29mm
Gewicht400g
AusstattungUSB-C Power Delivery (85W), Cardreader (microSD, UHS-II), Cardreader (SD, UHS-II)
Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock: Anschlüsse auf der Rückseite
Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock: Anschlüsse auf der Rückseite

Betrieb im Alltag

Vom Dock zum Macbook führt ein einzelnes Kabel, womit das anschließen und entfernen wirklich leicht von der Hand geht. Auf der Elgato-Webseite gibt es noch ein Hilfs-Tool, welches im wesentlichen dazu dient ans Dock angeschlossene Festplatten bzw. Speicherkarten sicher zu entfernen.

Potentiell kann der Schreibtisch damit sehr aufgeräumt sein, abgesehen des einen Thunderbolt-3-Kabels verschwindet alles weitere hinter dem Dock bzw. hinter den Monitoren (vorausgesetzt, man verwendet Apples Magic Keyboard & Magic Trackpad, die beide per Bluetooth verbunden werden). Auf meinem Schreibtisch klappt das mit der Ordnung nicht ganz so gut, da ich noch einen normalen PC für Spiele verwende (hier ist das Macbook definitiv unterdimensioniert).

Die wichtigste Disziplin, nämlich das reibungslose erkennen der Monitore und der weiteren Geräte am Dock meistert Elgato mit Bravour: zwar gab es bei der Erst-Einrichtung etwas Mühen, die Anordnung der Monitore richtig einzustellen (solange das Macbook aufgeklappt ist, verfügt man insgesamt über drei Anzeigen), nachdem das aber geschafft war hat bisher alles reibungslos funktioniert.

Das Dock liefert genug Strom, um das Macbook zu laden. Außerdem kann man an den USB-C-Anschlüssen des Docks auch das Smartphone laden (selbst wenn das Macbook nicht eingesteckt ist).

Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock: Fazit

Mit einem Preis von 350,-€ gehört das Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock sicherlich zu den teuersten Thunderbolt-3-Docking-Stations. Der Preis relativiert sich jedoch durch den wirklich reibungslosen Betrieb (auch das Dell-XPS-Notebook mit Thunderbolt 3 und Windows 10 erkennt sofort alle Geräte und Monitore). Die Optik ist unauffällig, und solange man keinen weißen Schreibtisch hat wird das Dock nach einiger Zeit überhaupt nicht mehr auffallen.