Congstar LTE: bis 50 MBit/s im Telekom-Netz

Wie teltarif.de mit Bezug auf die Freenet Bilanz-Pressekonferenz berichtet, wird es Congstar ab dem 06.03. möglich sein, LTE im Netz der Telekom anzubieten.

Bisher war die LTE-Nutzung nur in alten Verträgen möglich, die sich nach wie vor ins Telekom-LTE-Netz Einbuchen – wenn auch gedrosselt auf 7,2 MBit/s. Ein entsprechender 9-Cent-Tarif, bei dem nie irgendwelche Optionen gebucht wurden, ist in meinem direkten Umfeld noch im Einsatz. Aktuelle Verträge sind bei Congstar auf UTMS beschränkt, was beim Fokus der Telekom auf LTE-Ausbau zunehmend zu einem Problem wird.

Congstar bald mit LTE? In Altverträgen zum Teil schon möglich.
Congstar bald mit LTE? In Altverträgen zum Teil schon möglich.

 
LTE soll als (wahrscheinlich kostenpflichtige) Option unter dem Arbeitsnamen „Speed“ kommen – die Geschwindigkeit die sich dahinter verbirgt wird vermutlich 50 MBit/s betragen. Das ist deutlich weniger als das Telekom-Netz maximal hergibt, und nicht wesentlich über den 42 Mbit/s die Congstar im Datenturbo über HSDPA bietet. Offen ist, ob mit der LTE-Unterstützung dann auch die Möglichkeit für VoLTE kommt.

Neben Congstar sollen auch die Freenet-Marken wie Mobilcom-Debitel, Klarmobil und weitere gerade für günstige Tarife die Möglichkeit der LTE-Nutzung bekommen – Freenet sieht darin auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Wettbewerbern wie 1&1, die derzeit im Vodafone-Netz keine LTE-Option bieten können. Wenn die Telekom vorlegt ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis Vodafone nachzieht.

Update:

Congstar Highspeed-Option (Quelle: congstar.de)
Congstar Highspeed-Option (Quelle: congstar.de)
Congstar hat nun die „Highspeed“-Option eingeführt, die Datenübertragungsraten von bis zu 50 MBit/s ermöglicht. Die 300 MBit/s, die das Telekom-Netz maximal bereithält, bleiben der Hauptmarke vorbehalten.

Ebenso lässt sich die Option nicht in allen Tarifen buchen, sondern nur zur Allnet Flat bzw. und Allnet Flat Plus. Dadurch werden die Tarife deutlich unattraktiver: mindestens 25,- Euro pro Monat werden fällig. Was fehlt: Voice-over-LTE und WlanCall – bei Telefonie kann man also nicht von der durch LTE besseren Netzabdeckung profitieren.

Ob die Highspeed-Option auch für andere Tarife kommt, ist noch offen – entsprechende Gerüchte gibt es, eine offizielle Ankündigung steht noch aus.

Dell XPS 13 (2017) 9360R – Hands-On

Lange Zeit waren Dual-Core-CPUs mit Hyperthreading in Ultrabooks das höchste der Gefühle. Mit den Kaby-Lake-R-Prozessoren gibt es mittlerweile auch echte Quadcores für Unterwegs.

Dell XPS 13 9360R
Dell XPS 13 9360R
Das Dell XPS 13 9360 (2017) ist so ein Ultrabook, welches ich einem Hands-On unterzogen habe – immer vor dem Hintergrund des Macbook-Pro-Nutzers (Macbook Pro 13 mit Touchbar, Late 2016, Core i5-6267U).

Einsatzzweck des Ultrabooks sind vor allem die Arbeit mit Microsoft Office und ein wenig Photoshop. Dazu zeitweise Einwahl via VPN – alles in allem die „üblichen“ Büroanwendungen. Das XPS ersetzt sowohl ein altes Ultrabook (ASUS UX32vd R4002) sowie einen stationären PC mit Pentium G4560 – das bringt auch die Wahl der richtigen Docking-Station mit sich, die sich komplizierter gestaltet als es das mit Thunderbolt-3-Anschlüssen eigentlich sein sollte.

Teufel Move BT: sportliche Musik via Bluetooth

Wer Kopfhörer für sportliche Betätigungen sucht, landet früher oder später bei verschiedenen Bluetooth-In-Ear-Modellen: Die Berliner Firma Teufel schickt ihr Modell „Move BT“ ins Rennen, welches ich ein mal ausprobiert habe.

Teufel Move BT
Teufel Move BT

Einsatzzweck: primär auf einer Rudermaschine (Concept2), die den Widerstand durch ein Windrad erzeugt. Nebeneffekt dieser Bremse: ein gleichmäßiges Rauschen, was den Einsatz von normalen Lautsprechern beim trainieren recht effektiv verhindert (außer man will Schallpegel erreichen, bei denen auch alle Nachbarn etwas von der Fitness-Playlist haben). Weitere Herausforderung: da die Ruderbewegung doch recht viel Platz in Anspruch nimmt, bliebe bei kabelgebundenen Kopfhörern nur die Befestigung des Handys am Arm.

Nach etwas Recherche fiel meine Wahl auf die Teufel Move BT: für um die 100,-€ bekommt man Bluetooth-Kopfhörer mit aptX-Support, die bis zu 20 Stunden Wiedergabe mit einer Akku-Ladung schaffen sollen (was deutlich mehr ist, als ich in einer Trainingseinheit) und zudem gegen Schweiß geschützt sind (ein leichtes Regenschauer überstehen sie vermutlich auch, beim Indoor-Rowing passiert das aber doch eher selten – aber der Sommer kommt ja auch noch).

Android: Umgehen Hersteller „Project Treble“?

Mit „Project Treble“ soll sich die Update-Problematik in der Android-Welt verbessern – leider gibt es die volle Funktionalität nur für Geräte, die mit Android 8.0 „Oreo“ ausgeliefert wurden.

Sony Z3 Compact mit Android 7.1.2 - nur über Custom-ROMs möglich
Sony Z3 Compact mit Android 7.1.2 – nur über Custom-ROMs möglich
Fast entsteht der Eindruck, die Hersteller versuchen Treble absichtlich zu bremsen: selbst Geräte, die erst im Jahr 2018 (und damit nach erscheinen von Android 8.1) vorgestellt werden, werden vom Hersteller zuerst mit Android 7.x ausgeliefert – nur um dann zeitnah mit einem Android 8.x-Update versorgt zu werden.

Damit profitieren Käufer dieser Geräte zwar von der neuen Android-Version, bekommen jedoch nicht die die restlichen Vorzüge, vor allem schnellere Updates auf folgende Android-Versionen. Schnellere Updates – gerade auch für Geräte unterhalb der High-End-Modelle – wären für viele Kunden eine positive Entwicklung. Aus Hersteller-Sicht scheint dies nicht ganz so wünschenswert zu sein: ansonsten würden die Hersteller wie HMD Global ihre Geräte direkt mit „Oreo“ ausliefern.

Dies betrifft nur noch den Hersteller der Nokia-Smartphones: auch Motorola oder Samsung haben ihre Modelle nicht mit der dazu aktuellen Android-Version auf den Markt gebracht. Gerade abseits der Top-Modelle kann „Project Treble“ helfen.


Spectre & Meltdown: Prozessor-Sicherheitslücke sorgt für Wirbel

Zwei von Google veröffentlichte Sicherheitslücken, die praktisch die meisten aktuellen Prozessoren von verschiedenen Herstellern betreffen, sorgen derzeit für sehr viel Wirbel.

Sicherheitsforscher von Google haben im Rahmen des Project Zero mit Meltdown und Spectre Angriffsszenarien veröffentlicht, mit denen eine Sicherheitslücke in aktuellen Prozessoren ausgenutzt werden kann.

Intel ist zuerst in den Fokus der Berichterstattung geraten – aber das Problem scheint auch bei anderen Prozessoren zu bestehen: potentiell können Programme auf andere Speicherbereiche zugreifen, und von dort aus Daten auslesen. Dies gefährdet praktisch jegliche Daten, gerade für Cloud-Anbieter mit den unterschiedlichsten Kunden und Applikationen auf einer physikalischen Maschine ist dies kritisch. Genauso sind jedoch private Daten in Gefahr, so könnte zum Beispiel ein Passwort-Manager ausgelesen werden.

Drosselt Apple Geräte mit schwachem Akku?

Derzeit gibt es Berichterstattung, dass Apple bei Geräten, deren Akku nicht mehr der fitteste ist, den CPU-Takt drosselt. Dadurch wird zwar eine gleichbleibende Laufzeit erreicht, dafür wird das Gerät spürbar langsamer.

CPU DasherX zeigt den CPU-Takt bei iPhones
CPU DasherX zeigt den CPU-Takt bei iPhones

Schon länger gibt es Postings, dass iPhones im laufe der Zeit immer langsamer werden, vor allem mit neuen iOS-Versionen. Dafür scheint es nun eine Erklärung zu geben: nach dem Update auf 10.2.1, welches die Akku-Problematik beim iPhone 6s und 6 behoben sollte, fallen Benchmarks wie Geekbench auf einigen Geräten niedriger aus.

Der Zusammenhang scheint die Abnutzung des Akkus zu sein: nach einem Akku-Tausch wird wieder die ursprüngliche Leistung erreicht. Das Problem: für den Nutzer ist nicht zu erkennen, dass das Gerät aufgrund eines gealterten Akkus langsamer läuft als es sollte. Leider ist ein Akku-Tausch beim iPhone nicht ohne weiteres möglich: außerhalb der Garantie kostet die Batterieserviceleistung 89,- Euro. Allerdings scheint es auch mit Akkus von unzertifizierten Dienstleistern zu funktionieren, Hauptsache, der Akku hat wieder mehr Kapazität.

Update 21.12.2017:

Apple hat bekannt gegeben, dass die Hardware-Drosselung ein sofortiges Herunterfahren bei Spitzenbelastungen vermeiden soll. Dies kann entweder durch einen gealterten Akku oder bei extrem niedrigen Temperaturen der Fall sein – die vom Akku gelieferte Spannung würde dann bei vollem Takt dazu führen, dass das iPhone sofort ausgeht.

Update 29.12.2017:

Apple hat jetzt einen offenen Brief veröffentlicht, in der der Konzern der Darstellung widerspricht, man habe ältere Geräte mit dem Ziel gedrosselt, Kunden zum Neukauf zu bewegen. Außerdem wird zumindest in den USA der Preis für einen Akku-Tausch für Geräte ab dem iPhone 6 auf 29 US-Dollar reduziert – bis zum Dezember 2018, ab da gelten dann wahrscheinlich wieder die bisherigen Preise.

Wie Apple mit der Akku-Problematik in Europa und insbesondere in Deutschland umgehen wird, ist noch offen: entsprechende Informationen liegen noch nicht vor, kommen aber vermutlich auch bald.

FreeNAS 11.1 erschienen

Das auf FreeBSD basierende NAS-System FreeNAS ist in der neuen Version 11.1 erschienen, die etliche Neuerungen mit sich bringt.

Die Änderungen im Changelog betreffen OpenZFS, welches vor allem beim verarbeiten von Snapshots und großen Dateien schneller geworden sein soll. Außerdem wurde der Hardware-Support verbessert sowie Funktionen zum Cloud-Sync mit Amazon S3, Microsoft Azure Blob Storage, Backblaze B2 und Google Cloud Storage hinzugefügt. Dateien können ohne weiteres mit den genannten Diensten abgeglichen werden, was für Offsite-Backups sinnvoll ist. Viele Änderungen betreffen auch die Möglichkeiten für virtuelle Maschinen, angefangen bei Support für Nicht-US-Tastatur-Layouts bis hin zu RancherOS Docker-Instanzen.

Nach dem Corral-Experiment scheint FreeNAS noch einmal die Kurve gekriegt zu haben und ist wie gewohnt leicht zu installieren gewesen. Natürlich sollte beim bei OS-Updates auf einem NAS immer ein Backup zur Verfügung haben, in meinem Fall habe ich das zweite FreeNAS, welches die Daten spiegelt, noch nicht aktualisiert. FreeNAS 11.1 gibt es auf der Projekt-Seite zum Download, es werden 8 Gigabyte RAM empfohlen und ein 64-Bit-Prozessor ist pflicht.


FreeNAS: Pi-Hole & PiVPN in Ubuntu-VM

Wer FreeNAS 11 als NAS- bzw. Homeserver-Software verwendet, kann pi-hole sowie pi-vpn verwenden und sowohl auf das eigene Netzwerk zugreifen als auch Werbung zuverlässig blockieren.

PiVPN (http://www.pivpn.io/) ist ein Installations- und Verwaltungsscript für OpenVPN. Eigentlich gedacht für die Verwendung auf einem Raspberry Pi, funktioniert die Installation auch ohne Probleme auf einem Ubuntu 17.04, welches in einer bhyve-VM läuft. Der Ablauf ist der selbe wie beim „Bastelrechner“:

curl -L https://install.pivpn.io | bash

Das Installationsscript beschwert sich zwar, dass die verwendete Linux-Version gegebenenfalls nicht kompatibel ist und verweigert das automatische konfigurieren von einigen Dingen, am Ende läuft aber alles soweit problemlos durch. Wichtig: damit das deutleiten der VPN-Verbindung klappt, muss unter Ubuntu die Firewall „ufw“ (uncomplicated firewall – ein Commandozeilen-Tool für das einfache Einstellen von iptables-Regeln) installiert sein und der entsprechende Port freigegeben sein.

devolo GigaGate Bridge: Erfahrungsbericht

Um eine längere Strecke per WLAN zu überbrücken, bietet devolo mit GigaGate eine Lösung an. Ich habe diese mit dem Repeater von AVM verglichen.

GigaGate Monitor
GigaGate Monitor
Das GigaGate-Set besteht aus zwei Geräten: der Base, die an den Router angeschlossen wird, und einem Satelliten. Letzterer verfügt über einen Gigabit-LAN-Port und vier 100-Mbit/s-Ports. Außerdem kann der Satellit selbst ein WLAN aufbauen, leider nur im 2,4-GHz-Band.

Die Konfiguration ist einfach: beide Geräte mit Strom versorgen, Konfigurations-Knopf drücken und abwarten, bis die Status-LEDs signalisieren, dass die Verbindung hergestellt wurde. Danach kann der Satellit zu seinem eigentlichen Aufstellungsort gebracht werden.

AVM bringt Mesh-Funktion

Nachdem Google jetzt sein Wifi-System auch in Deutschland auf den Markt bringt, hat AVM mit einer Labor-Firmware „gekontert“.

Fritz!Box 7490 Mesh-Funktion
Fritz!Box 7490 Mesh-Funktion
Installiert man die Labor-Firmware 6.88 BETA (Download auf der AVM-Webseite), ändert sich die Netzwerk-Übersicht – ein ebenfalls im Netzwerk vorhandener Fritz!Repeater 1750E bekommt automatisch ebenfalls ein Update.

Neben dem 1750E Repeater kann auch der FRITZ!Powerline 1240E Adapter verwendet werden. Wie bei einem Mesh üblich, können mehrere Repeater zusammengeschaltet werden und dann zusammen arbeiten. Ebenfalls sinnvoll ist es, für das 2,4 GHz Band sowie für 5 GHz Geräte die selbe WLAN-SSID zu verwenden – das AVM-Mesh kann dann Dual-Band-fähige Geräte das Band zuweisen, welches für die besten Datenraten sorgt.

Hinweis: Ein Pop-Up-Blocker sollte für die IP der Fritz!Box deaktiviert werden, da sich sonst z.B. der SSID-Name nicht ändern lässt.