SPD spricht sich für Vorratsdatenspeicherung aus

Wer darauf gehofft hat, dass die SPD sich beim Konvent an diesem Wochenende gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung, wurde enttäuscht. Die Partei hat eine Mehrheit für die anlasslose Speicherung von Internet-Daten gefunden.

Bei einem kleinen Parteitag in der Berlin stimmten 124 Delegierte mit „Ja“, 88 Delegierte lehnten das Vorhaben ab. Sieben Delegierte enthielten sich. Damit ist eine weitere Hürde des Vorhabens, IP-Adressen und Telefondaten bis zu zehn Wochen sowie Handy-Standortdaten bis zu vier Wochen zu speichern, genommen.

Kritiker sehen in dem Gesetzesentwurf nur einen weiteren Schritt in Richtung eines beschränkten Internet. Zwar ist es das Ziel der Vorratsdatenspeicherung, vor allem Terrorismus eine Stirn zu bieten, die gesammelten Daten können aber auch auf anderes Ausgewertet werden.

Congstar LTE weiter eingeschränkt

Zwar war es bisher möglich, mit einer Congstar-Vertragskarte das Telekom LTE-Netz zu nutzen – dies wird aber in immer mehr Tarifen eingeschränkt. Bei den neuen Tarifen gibt es nun zwar schnelleres 3G-Internet, aber nach wie vor kein LTE.

Congstar liefert auch mit LTE gute Datenraten
Congstar liefert auch mit LTE gute Datenraten
Anders als die restlichen Netzbetreiber (nach der Zusammenlegung von o2 und Eplus bleiben nur zwei Wettbewerber) verwehrt sich die Telekom dagegen, dass die günstigen Marken Zugriff auf das LTE-Netz bekommen. Teltarif.de hat nachgefragt zum Thema Congstar LTE und nur eine negative Antwort bekommen: im Rahmen der „Markenstrategie“ bleibt LTE nur bei der Telekom-Hauptmarke verfügbar.

Neben schnelleren Latenzen (da das moderne Netz nicht so ausgelastet ist und technisch bedingt geringere Pings ermöglicht) bietet LTE auch Vorteile beim Ausbau in der Fläche: gerade in ländlichen Gegenenden setzt die Telekom auf LTE-Ausbau und lässt das UMTS-Netz dagegen wie es ist. Für Endkunden ohne LTE-Vertrag bleibt damit nur EDGE als Alternative, was mit deutlich niedrigeren Datenraten einher geht.

AVM bringt Fritz!Box 4020

AVM bringt mit der Fritz!Box 4020 den bisher kleinsten Router im Sortiment der Berliner. Ideal, wenn man keine großen Ansprüche hat.

FRITZ!Box 4020Ebenfalls ein sinnvoller Einsatzzweck: hinter einem „Routerzwang“-Gerät, welches sich nicht austauschen lässt. Mit der günstigen Fritz!Box 4020 bekommt man wenigstens WLAN nach n-Standard (max. 450 Mbit/s) sowie die üblichen Fritz!Box-Funktionen wie einen privaten Hotspot, VPN und Mediaserver.

Die Fritz!Box 4020 beinhaltet kein eigenes (V)DSL-Modem – hier ist man darauf angewiesen, dass bereits ein entsprechendes Gerät vorhanden ist.

Zwei neue Router-Exploits

Wie Golem.de berichtet, gibt es zwei neue Exploits für ungeschützte Router. Dies zeigt wieder einmal, warum es so wichtig ist, selbst einen Router wählen zu können.

Malware 1, getauft auf „Moose/Linux“ kann dazu benutzt werden, Social-Media-Logins abzugreifen und auch selbst automatisiert (Fake-)Konten in den Netzwerken anzulegen. Angegriffen werden Linux-basierte Router – was aber ein Gutteil der auf dem Markt befindlichen Geräte betrifft.

Malware 2 funktioniert über einen verschlüsselten Javascript-Code, den der Nutzer eingebettet auf einer Webseite auch unbemerkt aufrufen kann. Dieser Code versucht dann, den Router zu finden und dort die gängigen Sicherheitslücken auszunutzen. Klappt das, werden die DNS-Einstellungen geändert, sodass nicht die gewohnten Webseiten aufgerufen werden – der Nutzer kann sich so weitere Schadsoftware einfangen.

Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung in Vorbereitung

Wie Netzpolitik.org berichtet, ist aktuell ein Gesetzesentwurf zur anlasslosen Vorratsdatenspeicherung in der Umsetzungsphase. Ernsthafter Widerstand regt sich derzeit nur von Seiten der Opposition im Bundestag.

Bereits am 27. Mai soll der aktuelle Entwurf in einer Kabinetssitzung der Bundesregierung auf den Weg gebracht werden. Das ganze Gesetz, welches eine anlasslose und massenhafte Überwachung der Telekommunikation in Deutschland ermöglichen würde, soll noch vor Beginn der Sommerpause am 03. Juli beschlossen werden.

Will man seinen Unmut gegenüber der Vorratsdatenspeicherung, die auf EU-Ebene nach wie vor Umstritten ist, zum Ausdruck bringen, sollte man sich an den jeweiligen Abgeordneten wenden.

O2 und E-Plus legen 3G-Netz zusammen

Früher als geplant legen O2 und E-Plus das UMTS-Netz zusammen – dies hatte Telefónica angekündigt, nachdem es den Wettbewerber E-Plus gekauft hatte. Gelöst wird das über national Roaming im 3G-Netz.

In der Netzwahl erkennbar: Fonic+ als ePlus-Netz
In der Netzwahl erkennbar: Fonic+ als ePlus-Netz
Der Vorteil für die Kunden: die Netzabdeckung wird für Telefónica- und E-Plus-Kunden gerade im Bezug auf Datenanwendungen deutlich besser. Im städtischen Raum verfügt Telefónica durch das Roaming über das dichteste Datennetz – nach eigenen Angaben. Im ländlichen Raum soll die Abdeckung durch das Roaming ebenfalls verbessert werden.

Für die Kunden ist die Umstellung simpel: es werden nach und nach alle Kunden umgestellt. Damit beide Netze genutzt werden können, muss das Handy einmal aus- und angeschaltet werden, danach sollte das jeweils andere Netz (also O2 bei E-Plus-Kunden und umgekehrt) genutzt werden können. Die Umschaltung selbst läuft dann für den Kunden ohne weiteres Eingreifen. Eigentlich war das Zusammenlegen der UMTS-Netze erst zum 15.04.2015 geplant – Telefónica liegt also mit dem Start des nationalen UMTS-Roaming deutlich vor dem eigenen Zeitplan.

Aktueller Stand zur freien Routerwahl

Das Thema „Routerzwang“ wird uns noch eine Zeit beschäftigen: der Gesetzes-Entwurf muss jetzt noch alle Stationen, die im Gesetzgebungsprozess vorgesehen sind.

Aktuell ist der Gesetzesentwurf laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nach der Richtlinie 98/34/EG notifiziert. Die Stillhaltefrist läuft jetzt bis zum 8. Juli 2015.

Ebenfalls bereits abgelaufen ist die Frist, bis zu der Verbände und Unternehmen ihre Stellungnahmen zum aktuellen Gesetzesentwurf abgeben konnte. Was es an Rückmeldung bis zum 20. März 2015 gab ist ebenfalls auf der Webseite des Ministeriums zu lesen.


Verdrängt Streaming das normale Fernsehen?

Streamingdienste werde immer populärer – ich persönlich nutze kaum noch „normales“ Fernsehen, wenn es um die Abendunterhaltung geht. Wie geht es anderen Lesern hier?

Amazon FireTV Stick
Amazon FireTV Stick
Ob Netflix, Watchever oder Amazon Instant Video – Streaming-Dienste gibt es jede Menge. Netflix & Amazon setzen auf selbst produzierte Inhalte, um neue Kunden zu gewinnen. Dieses Geschäftsmodell, welches in den USA bereits erfolgreich von Kabelnetzbetreibern (hier vor allem HBO mit Serien wie „Game of Thrones“) verwendet wird, soll auch den Streaming-Diensten zum endgültigen Durchbruch verhelfen: Netflix setz dabei auf „House of Cards“ mit Kevin Spacey, Amazon hält mit Serien wie „Bosch“ dagegen.

Störerhaftung: Frage-/Antwortkatalog erschienen

Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Frage- und Antwortkatalog zum Gesetzesentwurf zur Verbesserung der Rechtssicherheit veröffentlicht. Der zeigt: ein wirklicher Fortschritt bei der Störerhaftung ist nach wie vor nicht zu erwarten.

Golem.de geht mit dem Gesetzesentwurf und der jetzt erschienenen FAQ hart ins Gericht: einige im Gesetzesentwurf enthaltene Änderungen seien nur vorgeschoben und würden die Verbreitung freier WLAN-Netze verhindern. Die Freifunker sehen sich ebenfalls bestätigt, gerade die Frage wann genau ein WLAN-Hotspot „geschäftsmäßig“ betrieben wird – nach Interpretation der Freifunker kann auch eine Privatperson ein „geschäftsmäßiger“ WLAN-Betreiber sein, wenn man das WLAN dauerhaft zur Verfügung stellt.

WLAN-Abdeckung verbessern: Fritz!WLAN Repeater 1750E

Wenn der Router unglücklich platziert ist, reicht manchmal auch in kleineren Wohnungen die WLAN-Reichweite nicht, um überall eine gute Abdeckung zu erreichen. Zum Teil wird zwar Empfang signalisiert, aber trotzdem keine Daten übertragen. Ein WLAN-Repeater wie der Fritz!WLAN Repeater 1750E können hier Abhilfe schaffen.

Fritz!WLAN Repeater 1750E
Fritz!WLAN Repeater 1750E
Da ich bereits eine Fritz!Box 7490 als Router an einem VDSL2-Anschluss der Telekom verwende, hat es mich schon länger gestört, dass das WLAN nicht die ganze Wohnung abdeckte. Leider ist der Telefonanschluss so platziert, dass das WLAN der Fritz!Box nicht die gesamte Wohnung in ausreichender Qualität abdeckt. Zwar kommt eine Powerline-Verbindung mit Devolo 650+-Adaptern zum Einsatz, um mal kurz ein Notebook anzuschließen oder für das Smartphone ist dies doch eher unpraktisch.

Auf der Suche nach passenden Produkten bin ich dann irgendwann beim Fritz!WLAN Repeater 1750E hängen geblieben. Im Prinzip entspricht er dem AVM FRITZ!WLAN Repeater DVB-C, nur eben ohne die DVB-C-Funktionen.