Kabinett macht Weg zur Abschaffung des Routerzwangs frei

Für einen kurzen Moment sah es so aus, als würde der Bundesrat das Gesetz zur Abschaffung des Routerzwangs verzögern. Nun hat das Bundeskabinett in einer Sitzung am 07. Oktober den Weg für das Gesetz frei gemacht.

Das Kabinett hat die Bedenken der Länderkammer zurückgewiesen und sieht keinen weiteren Bedarf für Diskussionen über das Gesetz, welches auch im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung festgehalten ist.

Vor allem die „technologieneutrale Wahlfreiheit“ ist ein wesentlicher Bestandteil des Gesetzes – nicht nur DSL-Kunden kommen in den Genuss der freien Routerwahl, sondern auch Nutzer von Kabel- bzw. Glasfaseranschlüssen. Gerade die Kabelprovider haben in der Vergangenheit gerne die zur Verfügung gestellten Geräten beschnitten und z.B. WLAN nur gegen eine monatliche Gebühr freigeschaltet.

Der nächste Schritt im Gesetzgebungsverfahren ist die erste Lesung im Bundestag – nachdem die große Koalition eine deutliche Mehrheit hat, ist ein Scheitern des Entwurfs unwahrscheinlich. Ein Zeitplan steht damit leider immer noch nicht fest, es ist davon auszugehen das es eine zumindest 6-monatige Übergangszeit geben wird, in der sich die Provider überlegen können, wie sie es technisch umsetzen werden.

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Pagespeed: WordPress in unter 1s laden (Nginx + HTTP/2)

Wer WordPress richtig schnell haben will, kommt ab einem gewissen Punkt mit gängigen Caching-Plugins nicht weiter. Nginx mit HTTP2 hilft weiter.

Seit der Version 1.9.5 unterstützt auch die Open-Source-Version von Nginx das HTTP/2-Protokoll direkt – eine mühsame Konfiguration bzw. das Verwenden von Patches ist damit nicht mehr nötig.

English Version below

Die HTTP/2-Implementierung läuft – zumindest bezogen auf einen Blog wie diesen – stabil und ohne weitere Auffälligkeiten. Der größte Vorteil: herausragende Seitenladezeiten. Um PHP nicht zu sehr zu fordern, verwende ich Microcaching. Dadurch sind die meisten Seiten bereits fertig erstellt und müssen nur noch an den Client ausgeliefert werden.

Bundesrat äußert Bedenken zum Gesetz gegen Routerzwang

Bisher sah der Gesetzgebungsprozess recht „reibungslos“ aus – nun hat der Bundesrat das bereits vom Bundestag verabschiedete Gesetz erst einmal gestoppt.
Der Grund ist die Definition des Netzabschlusspunktes, gerade in Kabelnetzen. In einer Stellungnahme fordert der Bundesrat, die aktuellen Pläne noch einmal zu überprüfen.

Komplett stoppen kann der Bundesrat das Gesetz jedoch nicht, da es nicht zustimmungsbedürftig sei – welche Auswirkung die Stellungnahme des Bundesrates zum Routerzwang nun alles hat ist offen. Kritisch an dem ganzen Ablauf ist, dass der Bundesrat anscheinend auf Eingabe verschiedener „Branchenverbände“ argumentiert, die die vertraglich vereinbarten Datenübertragungsraten gefährdet sehen, wenn die Kunden zwar den Standards entsprechende, aber nicht vom Betreiber abgesegnete Geräte verwenden.

Auch vor Druckern macht der Fortschritt nicht Halt

Moderne Drucker sind eigentlich schon kleine Computer. Mit verschiedenen Schnittstellen, einem großen Arbeitsspeicher und einem schnellen Prozessor handelt es sich um leistungsfähige Geräte, die sich in verschiedene Arbeitsumgebungen, sei es das Großbüro, das Home-Office oder einfach der Schreibtisch eines Studenten, einfügen können. Was bieten also aktuelle Geräte?

LAN- und W-LAN-Unterstützung

CC BY 2.0/Liz West
CC BY 2.0/Liz West
Es war schon eine erhebliche Erleichterung im Büroalltag, als die klobigen parallelen Schnittstellen der alten Drucker nach und nach durch praktische kompakte USB-Ports ersetzt worden sind. Heutzutage verfügen die meisten Menschen aber über viele verschiedene Geräte, vom Desktop-Rechner über das Notebook bis hin zum Tablet, E-Book-Reader oder Smartphone. Sofern diese eine Möglichkeit zum Drucken bieten und auch die entsprechenden Treiber mitbringen, dann ist es praktisch, einfach das W-LAN zu nutzen, um Dokumente an den Drucker zu übermitteln. Wer den Aufwand scheut, ein weiteres Gerät in das W-LAN-Netzwerk zu integrieren, der kann einen Netzwerkdrucker in der Regel einfach per Ethernet-Kabel an den Router anschließen.

Sicherheits-Lücke bei Heimrouter-Passwörtern gefunden

Bei verschiedenen Heimrouter-Herstellern werden sehr schwache Passwörter verwendet, die sich zudem per Fernzugriff ermitteln lassen.

Betroffen sind laut Golem.de Router folgender Hersteller: Asus, Digicom, Observa Telecom, Philippine Long Distance Telephone (PLDT) und ZTE – der Angriffsvektor ist dabei recht einfach. Das Passwort besteht aus den letzten vier Stellen der MAC-Adresse plus das Wort „airocon“. Das dazugehörige Nutzerkonto ist „admin“.

Da sich de MAC-Adresse über die SNMP-Schnittstelle auch Remote abfragen lässt, ist es für einen Angreifer sehr einfach, die entsprechende Usernamen-/Passwort-Kombination zu ermitteln und darüber Zugriff auf einen der betroffenen Router zu erlangen. Einige Routerhersteller wie ZTE wurden bereits 2013 über die Lücke informiert, bisher gibt es jedoch noch keine Updates.


Datensicherheit des Ubuntu Phone Aquaris – in Zukunft schwächer?

Was haben Android, iOS und Windows gemeinsam? Sie speichern Daten in der Cloud, den Firmenrechnern der großen Konzerne Apple, Google und Microsoft.

Wer seine Daten nicht in den Orbit der Mächtigen schicken wollte, erhielt mit dem Linux-Betriebssystem Ubuntu Touch bislang eine brauchbare Alternative, so wie mit dem BQ Aquaris E 4.5 und dem neuen E5. Doch das könnte sich bald ändern.

BQ Aquaris E 4.5 bislang ohne Cloud

Ubuntu Phone Aquaris 4.5
© Ubuntu Touch (José Carlos Casimiro /Flickr, CC BY 2.0)
Abseits der Fanboys und Firmenjünger fragen sich immer mehr Menschen mit einem Smartphone, was eigentlich mit ihren Daten passiert? Denn mittlerweile gibt es kaum noch ein Entrinnen aus der Cloud großer Techfirmen. Einstellungen, Adressbücher, Musik, Fotos und Videos, alles geht in die Wolke. Von jedem Ort der Welt zu jeder Zeit auf seine Dokumente zugriefen zu können, ist verlockend, doch für viele Menschen ist es der Albtraum schlecht hin.

Fax via VoIP & VDSL: Cisco SPA112 an Fritz!Box 7490

Wer an einem VoIP-Anschluss ein Hardware-Fax betreiben will, muss dies entweder an der Fritz!Box direkt anschließen oder einen Adapter wie den Cisco SPA112 verwenden.

Das Betreiben eines analogen Fax-Gerätes ist für Kunden mit einem „All-IP“-Anschluss (oder wie der jeweilige Anbieter das Produkt auch nennt) nicht unbedingt einfach. An die Fritz!Box lassen sich zwar Analoge Geräte anschließen, manchmal ist der Platz für das Faxgerät (wenn es sich wie in meinem Fall um einen Multifunktionsdrucker handelt) jedoch deutlich von der Fritz!Box entfernt, in meinem Fall wäre es unmöglich oder zumindest sehr unschön ein entsprechendes Kabel quer durch die Wohnung zu legen. Die Lösung: ein Cisco SPA112-Adapter, der auf die Fritz!Box als SIP-Proxy zugreift.

Der Vorteil: das Fax-Gerät (in meinem Fall ein HP All-in-One OfficeJet 5610) kann im Arbeitszimmer stehen bleiben, die Fritz!Box in der Nähe des Telefonanschlusses. Für gelegentliches Faxen reicht auch die Variante über Roger Router, nur wenn man häufiger über den VoIP-Anschluss Faxe versenden will sollte man diese Alternative in betracht ziehen. Der Trick: dadurch, dass die Fritz!Box als Proxy fungiert, braucht man keine mühevolle und komplizierte Einstellung, um den SPA112 direkt als Gerät bei der Telekom einzubinden.

Gesetz gegen Routerzwang beschlossen

Nachdem bereits im Februar 2015 ein Gesetzesentwurf zur Abschaffung des Routerzwangs vorlag, ist dieser nun beschlossen worden!

Am Mittwoch wurde der Gesetzesentwurf, welcher vor allem den Netzabschlusspunkt festlegt (dieser muss in Zukunft passiv sein), vom Kabinett um Kanzlerin Angela Merkel beschlossen. Als nächstes muss das Gesetz noch den Bundestag passieren, dies soll aber noch in diesem Jahr passieren.

Nach erfolgreichem Beschluss wird es eine Übergangszeit von sechs Monaten geben – danach wird eine Strafe von bis zu 10.000,- Euro fällig, wenn die Zugangsdaten nicht zur Verfügung gestellt werden.


Gesetz gegen Routerzwang im Kabinett beschlossen!

Der Gesetzgebungsprozess zur Abschaffung des Routerzwangs ist zu einem positiven Ende gekommen: am Mittwoch wurde der Gesetzesentwurf vom Bundeskabinett beschlossen!

Dabei wurde der Gesetzesentwurf vom Februar 2015 zur Abstimmung gebracht – dies ist einer Mitteilung des zuständigen Bundesministerium zu entnehmen. Das wesentliche Element der Gesetzesänderung betrifft den „Netzabschlusspunkt“ – dieser soll in Zukunft passiv sein, was ein Gerät welches selbst Strom verbraucht (und aktiv ist) ausschließt.


Gesetz gegen Routerzwang: aktueller Stand KW 29/2015

Nachdem es recht lange Still um das geplante Gesetz gegen Routerzwang war, habe ich eine Anfrage beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gestellt.

Die Pressestelle hat auf meine Nachfrage zum aktuellen Stand im Gesetzgebungsprozess auch reagiert:

Das europäische Notifizierungsverfahren ist nunmehr abgeschlossen. Es ist beabsichtigt, den Gesetzentwurf im August dem Kabinett zur Beschlussfassung vorzulegen. Das parlamentarische Verfahren kann dann nach der Sommerpause beginnen.