AppleTV 3: ohne Jailbreak eigene Medien abspielen

Die AppleTV-Box in der zweiten und dritten Generation kann nicht ohne weiteres eigene Mediendateien abspielen. Für die AppleTV 2 gibt es einen Jailbreak, nach dem Software wie XBMC installiert werden kann, für die dritte Generation der kleinen schwarzen Box gibt es noch keinerlei Jailbreak (und ein Jailbreak für das AppleTV 3 ist auch nicht abzusehen). Über einen Lösungsansatz mit der Software PlexConnect berichtet jetzt t3n.de, dauerhafte Veränderungen an der AppleTV-3-Box sind nicht nötig.

Der Trick: über einen eigenen DNS-Server beantwortet PlexConnect Anfragen, die eigentlich an die iTunes-Server gestellt wurden, mit eigenen Inhalten. Die Inhalte kommen dabei von einem PlexServer, welcher parallel auf einem anderen Rechner im Netzwerk laufen laufen muss. Leider gibt es bisher anscheinend kein Plex-Plugin für FreeNAS, sobald es da etwas Neues gibt wäre es die ideale Kombination (ein zusätzlicher PC wäre nicht mehr nötig). Auf jeden Fall ist es ein spannender Weg, Mediendateien abseits von iTunes mit einem AppleTV 3 wiederzugeben.
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Behringer MS40 im Test: Multimedia-Sound am PC

Behringer MS40: Multimedia-Sound für den PC
Nachdem ich die letzten Jahre immer mit Kopfhörern am PC gearbeitet habe (aktuell: Beyerdynamic MMX300), wollte ich nun wieder normale Boxen auf dem Schreibtisch haben. Mein Budget: bis 150,- Euro für ein 2.0-System ohne Subwoofer. Meine Wahl: die Behringer MS40, die neben soliden technischen Daten auch mit einer Vielzahl an Anschlüssen überzeugen.
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Intel NUC DC3217IYE: Idealer HTPC?

Platine des Intel NUC DC3217IYE
Platine des Intel NUC DC3217IYE
Mit dem Intel NUC DC3217IYE (von Intel unter dem Namen “NUC”, Next Unit of Computing verkauft) ist ein Kleinstrechner auf dem Markt, der genug Leistung für einen HTPC (Home Theater PC) haben sollte: ein Intel Core i3-3217U ULV mit zwei Mal 1,8 GHz sowie eine HD4000 Grafikeinheit haben auf dem Papier mehr als genug Leistung. Ausgehend von meinem FreeNAS-System, welches die Daten via miniDLNA bereit stellt, sollte ein Systemn auf dieses Basis den idealen Mediaplayer abgeben – der zugleich extrem flexibel ist.

Folgende Komponenten werden benötigt, um mit dem Intel NUC DC3217IYE einen kompletten HTPC mit WLAN zu konfigurieren:

Wer es komplett lautlos will (was bei einem solchen System durchaus sinnvoll sein kann) bestellt bei Caseking noch das Impactics D1NU-USB-S-Gehäuse, welches die Wärme über Aluminium-Rippen ableitet. Für WLAN wird noch ein entsprechender Adapter benötigt, hier bietet sich die Lösung von Intel an: Centrino WiFi Link 6300 (802.11 a/g/n, 2,4 und 5 GHz) sowie entsprechende Antennen.

Softwareseitig gibt es die freie Auswahl, dank x86-Plattform und genug Leistung kann man z.B. auf Windows setzen (dann mit XBMC), OpenELEC (wo XBMC direkt integriert ist) oder auf eine beliebige Linux-Distribution.

AppleTV 3,2: kleiner und schneller

Golem.de berichtet darüber, dass Apple eine neue AppleTV-Box, intern mit der Nummer 3,2 nummeriert, auf den Markt bringen wird. Ausgehend von den FCC-Dokumenten wird das nächste AppleTV über eine Kantenlänge von 93,78mm verfügen – das bisherige Modell misst 99mm. Außerdem soll die Leistung steigen: statt des bisherigen Single-Core SoC A5 wird wahrscheinlich der Dual-Core A5X zum Einsatz kommen, der auch im iPad 3 arbeitet. Damit wäre zumindest genug Leistung für Full-HD-Streaming vorhanden (was die aktuelle AppleTV-Box allerdings auch schon schafft).

Am beliebtesten ist jedoch immer noch die zweite AppleTV-Generation bzw. die erste Version, die in schwarz daherkommt: nur hier ist ein Jailbreak möglich. Für AppleTV 3 ist noch kein entsprechendes Tool veröffentlich worden – man ist hier also auf das iTunes-Angebot angewiesen und kann keine Medien via DLNA streamen. Dies ist mit einem AppleTV 2 und einem FreeNAS mit minidlna problemlos möglich – allerdings nur bis zu Videos in 720p, 1080p kann die kleine schwarze leider nicht darstellen. Ob es einen Jailbreak für die kommende neue Version von Apples TV-Box geben wird, ist noch offen.

HTPC als DLNA-Client für FreeNAS-Server: Zusammenstellung 1

Nachdem mein FreeNAS-Server zuverlässig läuft und Daten via DLNA bereitstellt (in Form des minidlna-Plugins) fehlt es nun noch an einem Abspielgerät im Wohnzimmer – ein HTPC (Home Theater PC). Im Schlafzimmer setze ich auf ein AppleTV 2, im Wohnzimmer mit Beamer sollte es aber eine etwas leistungsstärkere Lösung sein, sprich: ein HTPC muss her. Wichtigste Vorgabe: lautlos muss es sein, am Besten keine beweglichen Teile. Als Surf- und Arbeits-PC benutze ich einen Core i3 in einem Impactics-Gehäuse, eine ähnliche Lösung schwebt mir auch für das Wohnzimmer vor.

Das Impactics C3LH-B hat jedoch einen Nachteil: es ist nicht erweiterbar und auf Mini-ITX-Mainboard beschränkt. Als Alternative bietet sich das Streacom ST-FC95 an. Auf einer ähnlichen Technik basierend wie bei Impactics sorgen auch hier Heatpipes für die Wärmeabfuhr an Kühlrippen, doch das Gehäuse ist geräumiger: es passen Micro-ATX-Mainboard und es gibt Platz für Low-Profile-Steckkarten, was für eine zusätzliche Soundkarte praktisch ist.
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Kopfhörer: Beyerdynamic MMX 300 gegen Ultrasone Pro 450

Auf der Suche nach einem guten, aber nicht zu teuren Kopfhörer fürs Büro bin ich auf den Ultrasone Pro 450 gestoßen. Zuhause nutze ein Beyerdynamic MMX300-Headset, ein zweites nur für die Arbeit war mir allerdings zu teuer – zumal es eigentlich nur darum geht, in einem Großraumbüro ungestört zu sein und nicht durch die Gespräch der Kollegen abgelenkt zu sein. Nach dem Auspacken fiel mir zuerst auf, dass die Ohrmuscheln deutlich flacher sind als beim MMX300; Nebengeräusche nimmt man aber trotzdem nicht wahr, nicht einmal das eigene Tippen auf der Tastatur dringt zu den Ohren durch.

Ich habe mir sowohl das MMX300 als auch die Ultrasone Pro 450 mit verschiedenen Zuspielern (einmal Astro Mixamp und einmal ein iPhone 4) mit verschiedenen Musikstücken (von Dubstep bis Rock) angehört – natürlich kann ich hier nur einen subjektiven Eindruck wiedergeben, jeder wird es anders empfinden.
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Android 4 für Raspberry Pi

Die Raspberry Pi-Platine, die einen einfachen Einstieg in die Programmierung bieten soll, wird bald auch von Android 4 unterstützt. Laut Entwickler Eben Upton läuft Android auf der Bildplatine schon flüssig, hardwarebeschleunigte Video-Decodierung und Darstellung ist schon möglich – leider nur mit proprietären Treibern.

In dem Video von Golem.de sieht man, dass die eigentlich schwache Hardware (700 Mhz ARM-11-CPU mit ARMv6-Architektur, 256 MB RAM) reicht, um Android 4 flüssig darzustellen. Der Videocore IV von Broadcom ist in der Lage, 1080p-Videos mit 30fps zu decodieren. Da es im Moment noch Audio-Probleme gibt und Codezweige müssen zusammengeführt werden – aber dann können auch andere mit Android 4 arbeiten und eine funktionierende Fassung für die Raspberry-Pi-Platine ist in Reichweite.

Ich werde selbst darüber nachdenken, ob ein Media-Player auf Raspberry-Pi-Basis mit Android 4 nicht eine interessante und günstige Alternative zu meinem aktuellen Apple TV 2 wäre – um das Thema “Apple TV 2 oder selbstbau Android-Medienplayer” aus einem neuen Winkel zu betrachten.

Mediaplayer am TV: Android-Selbstbau oder AppleTV 2?

Wenn man verschiedene Medien am Fernseher abspielen will, führt kein Weg an einem entsprechenden Mediaplayer vorbei. Dies kann entweder ein kompletter HTPC sein, oder – wenn man die Daten bereits eh auf einem NAS vorliegen hat – ein Mediaplayer. Der bekannteste Vertreter dieser Gattung ist das AppleTV der zweiten Generation (Black). Leider mit dabei: die Einschränkungen, die Apple seinen Geräten auferlegt. Zum Glück gibt es für AppleTV genau wie für iPhone 4s und iPad 2 passende Jailbreaks, sodass die abspielbaren Formate drastisch erhöht werden können – ein vollwertiger Mediaplayer ist das Ergebnis, die iOS-Features bleiben erhalten.

Auf der anderen Seite gibt es die Möglichkeit, mit einem Pandaboard selbst einen Mediaplayer zusammenzustellen, der entweder mit Android 4.0.x oder Ubuntu läuft. Vorteil dieser Lösung: da komplett auf Open-Source-Software gesetzt werden kann, ist man frei, was die Konfiguration und die Möglichkeiten angeht. Dafür steigt der Aufwand, den man betreiben muss, bis man ein fertiges System hat, welches Multimedia-Dateien abspielen kann. Interessanterweise ist freie Lösung teurer. Die Kostenaufstellung:

AppleTV2:

  • AppleTV 2: 119,-€
  • HDMI-Kabel: ~4,-€
  • Gesamt: rund 130,-€ mit Versand

Pandaboard:

  • Pandaboard: ~175,-€
  • Netzteil: ~12,-€
  • RS232-USB-Adapter: ~16€
  • bessere Antenne: ~5,-€
  • ggf. USB-Maus und Tastatur
  • ggf. Bluetooth Fernbedienung

Für das Pandaboard gibt es auf linaro.org fertige Android-Binaries sowie Ubuntu + XMBC. Ubuntu ist für ARM-Prozessoren (wie es der OMAP4430 auf dem Pandaboard ist) angepasst worden, auch die Hardware soll gut funktionieren. Von daher dürfte es kein Problem geben, das Pandaboard mit seinem 1-GHz-Dualcore-ARM-Prozessor ans laufen zu bekommen. Trotzdem, es bleibt der Aufwand der Einrichtung, die mich davon abgehalten hat, zu dieser Lösung zu greifen.

So kommt nun erstmal ein AppleTV der 2. Generation ins Haus, welches mit einem Jailbreak (seas0npass) befreit wird und dann wahrscheinlich mit aTV Flash (auch wenn es nicht kostenlos ist) für Dateiformate wie .MKV freigeschaltet. Sollte das nicht wie gewünscht funktionieren, bleibt mir immer noch, doch ein Pandaboard zu bestellen.

Als weitere Alternative gibt es fertige Android-TV-Boxen, zum Beispiel die myGICA ATV1200 mit Dual-Core-CPU und Android 4.1.2 als Basis-Betriebssystem und XBMC-Support.