FreeNAS auf Basis von HP N40L Microserver: Einkaufsliste

Ich selbst setze zwar einen HP N36L Microserver ein, es gibt aber ein Nachfolgemodell: den HP N54L (175 Euro bei Amazon) günstiger. Das Gehäuse ist das selbe, die Leistung etwas besser: statt mit 1,3 GHz taktet der AMD-Athlon-II-CPU mit 1,5 GHz beim N40L und 2,2 GHz beim N54L, was auch für Windows Homeserver 2011 reicht. Wer mehr Leistung braucht bekommt mit dem offiziellen Nachfolger des N40L, dem HP ProLiant MicroServer N54L, einen 2,2 GHz Dualcore AMD Turion Prozesser. Ansonsten sind die Daten die selben, der Preis für den N54L ist mittlerweile auf 220 Euro gefallen. (Geizhals.at, Stand 08.12.12).

Einkaufsliste für FreeNAS auf HP N40L und N54L Microserver (alles Amazon, Stand 30.04.2014)

Ausgeliefert wird der Microserver (egal welches Modell) mit 4 GB RAM und einer 250 GB Festplatte (die verlinkte Variante oben kommt ohne Festplatte, da diese eh nicht sonderlich schnell ist – oder wenigstens leise). Der RAM sollte für FreeNAS mit ZFS auf 8 GB aufgerüstet werden, mehr RAM schadet nie. Die optionale Verwaltungskarte kann man sich sparen, wenn man den Microserver nicht gerade im Keller oder Dachboden aufstellen will, wo man nicht eben einen Monitor anschließen kann. Ebenfalls austauschen sollte man den Hauptlüfter: das von HP verwendete 120mm-Modell ist relativ laut. Der Lüfter im Netzteil dagegen lässt sich kaum sinnvoll gegen ein entsprechendes Flüster-Modell ersetzen.

FreeNAS selbst wird dann auf einem USB-Stick installiert, welcher auf dem internen USB-Port des HP N40L Platz findet. Der USB-Stick sollte dabei recht belastbar sein: ich habe es öfter erlebt, dass das System auf dem USB-Stick Dateisystemfehler hatte. Das eigentliche RAIDZ war davon glücklicherweise immer unbeeinflusst, einen kurzen Schrecken jagt es einem aber doch immer ein. Die Netzwerkkarte des HP N40L bzw. N54L unterstützt unter FreeNAS leider kein Wake-On-LAN: hier muss eine Alternative, z.B. von Intel herhalten, damit diese Funktion arbeitet und tagsüber Strom gespart werden kann.

Die Teile, insbesondere die Festplatten und USB-Stick, lassen sich natürlich austauschen und ggf. anderen Modelle wählen. Je nach benötigter Kapazität kann man auch sparen, mit vier 2-TB-Platten im RAIDZ erhält man formatiert rund 5,8 TB Netto-Kapazität, die man nutzen kann und die auch vor dem Ausfall einer der Festplatten geschützt ist. In der Basis-Version mit nur zwei Festplatten (dann im RAID1) bekäme man 2 TB Speicherplatz sowie ein mit Plugins erweiterbares FreeNAS-System für rund 260,- Euro. Theoretisch lassen sich fünf 3,5-Zoll-Festplatten im Gehäuse verbauen. Die Leistung reicht am Ende aus, um auch eine Gigabit-LAN-Verbindung gut auszulasten.

 

Hinweis: die Liste oben stellt nur einen Vorschlag da, wie man ein FreeNAS-System zusammenstellen kann, ohne auf einen kompletten Selbstbau zurück zu greifen. Die Produkte sind nur exemplarisch gewählt, die Liste hat nicht den Anspruch, die absolut perfekte Zusammenstellung zu sein. Wer noch Verbesserungsvorschläge hat, ist gerne eingeladen, diese in den Kommentaren zu hinterlassen. Einen guten Sammelthread zum N36L, N40L und N54L gibt es auf Hardwareluxx.

Update: Wer mehr Leistung haben will, kann auf das aktuelle Modell des HP Microservers zurückgreifen, den Proliant N54L, der mit 2,2 GHz noch einmal deutlich schneller ist und ansonsten die selben Spezifikationen hat. Dafür ist der Preis mit rund 220,- Euro auch deutlich höher: HP ProLiant MicroServer N54L bei Amazon.de.

Update 30.04.2013: HP N54L im Preis gefallen
Seit dem Erstellen des Beitrags haben sich die Preise geändert: der HP N40L ist deutlich teurer geworden, dafür ist das Nachfolge-Modell, der HP Proliant Microserver N54L, deutlich günstiger geworden: etwas über 220,-€ ist für die Variante des Microservers mit 2,2 GHz im Moment zu berappen, dafür bekommt man ein System, welches die Anforderungen für Windows Home Server 2011 erfüllt.

21 thoughts on “FreeNAS auf Basis von HP N40L Microserver: Einkaufsliste

  1. Hi, danke für den richtig guten Post. MIr war nicht wirklich klar, dass man eine Intel Karte braucht damit FreeNAS überhaupt funktioniert … erst nachdem ich die Hardware Recommndations gelesen habe und meine Schlüsse gezogen habe aus den angezeigten Fehlern in FreeNAS unter Windows Server 2008 R2 SP1 in der Hyper-V kam in der Standardkonfiguration immer „no configured interfaces were found“. -> habe versucht das ganze mittles WLAN zu lösen ging nicht also LAN angeschmissen – ging nicht. VLAN erstellt – ging nicht. TOLL. da sieht man also dass Free nicht immer Free bedeutet. Gibt es irgendeinen Weg ohne gekaufte Intelkarte FreeNAS mit Bordmitteln zum laufen zu bringen?

    1. Eigentlich sollte FreeNAS auch andere Netzwerkkarten unterstützen, z.B. Realtek-Modelle. Damit lief es bei mir zumindest mal. Das einzige, was nur mit bestimmten Karten richtig arbeitet, ist Wake-On-LAN.

      Du willst FreeNAS virtualisiert laufen lassen? Vielleicht kann man dabei eine passende Karte auswählen, damit kenne ich mich aber nicht aus, habe FreeNAS bisher immer nur direkt auf der Hardware verwendet.

  2. Hallo,

    habe auch den N40l seit ein paar Tagen hier. Ich möchte auch Freenas verwenden. Wichtig ist mir, dass die Kiste WOL unterstützt. Wie klappt das bei Dir ? Welche Einstellungen muss man vornehmen ?

    Danke und Gruss

      1. Hallo,

        danke. Ich habe die Intelkarte aus Deiner Einkaufslise gerade bestellt. Leider bootet im Moment der Stick mit Freenas nicht. Muss da mal genauer danach schauen. Die bestellten 8 GB Ram habe ich auch installiert.

        Gruss

        1. Ich glaube, du kannst die Boot-Reihenfolge im BIOS entsprechend umstellen. Hast du den Stick am internen USB-Port angeschlossen? Kann gerade nicht nachschauen, aber es ging recht reibungslos eigentlich.

  3. Doofe Frage: Wofür den Intel Gigabit Adapter? Hat das Teil keine eingebaute Netzwerkkarte? Oder hast du die nur wegen WOL zusätzlich eingebaut? Sonst echt ein super Artikel!

    1. Ja – mit der Onboard-NIC klappt es nicht, da diese Funktion vom FreeBSD-Treiber nicht unterstützt wird für diese Netzwerkkarte. Braucht man aber nur für Wake-On-LAN, ansonsten läuft es auch gut ohne die Intel NIC.

  4. Jetzt hab ich doch nochmal ein paar Fragen, da ich drauf und dran bin deine config nachzukaufen: 1) Hast du die Festplatten im Freenas verschlüsselt? 2) Wie hoch ist deine Lese/Schreibrate im Gigabit LAN? (unter Windows u. nach Möglichkeit am Werksseitigen LAN Port des Proliant) Würde mich brennend interessieren 🙂 Danke schonmal für deine Antwort! Gruß

    1. Die Festplatten haben ich nicht verschlüsselt – wichtige Daten jedoch in einem TrueCrypt-Container. Lese-/Schreibraten sind unterschiedlich, je nachdem ob es über Samba oder iSCSI läuft. Für letzteres habe ich etwas ältere Daten (neue müsste ich mal machen), die mit dem Onboard-LAN entstanden sind: http://www.tech-blogger.net/2012/05/freenas-8-0-4-iscsi-performance/

      Ich denke nicht, dass ein N54L mit 2,2 GHz dort deutlich bessere Raten erziehlt. Einzig eine SSD als Cache könnte noch helfen, gerade was kleine Dateien angeht. Aber das ist für den Heimbetrieb glaube ich etwas übertrieben. Bei mir hängen max. 4 PCs + zwei Media-Stream-Boxen dran und das hat bisher noch keine Probleme gemacht.

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