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Google Nexus 7 mit Posted Planet Abo bestellen

Die Webseite Posted Planet – nach eigener Aussage „eine neue Tageszeitung für neue Leser im Web, am Tablet und am Reader“ – bietet das Google Nexus 7 Tablet in der 8- und 16-Gigabyte-Version zum Bestellen an im eigenen Shop an. Das 8-GB-Modell kostet dabei 209,90€, die 16-GB-Version schlägt mit 244,90 zu Buche. Die einzige Verpflichtung die man eingeht ist ein Posted-Planet-Abo über die Pulse-Reader-App, welches gratis ist, sowie der Empfang eines wöchentlichen Newsletters für ein Jahr. Nach Bestellung (Bezahlung via Paypal) soll das Gerät innerhalb von 12 Werktagen verschickt werden. Eine heute erfolgte Preissenkung wurde mir als „Kurz-vor-der-Preissenkung“-Besteller wieder gutgeschrieben, was schon einmal sehr fair ist. Nur: um das Angebot wirklich bewerten zu können, muss das Gerät erst einmal geliefert werden.

Google macht sich daran, mit dem Nexus 7 den Tablet-Markt zu erschüttern: das 7-Zoll-Gerät mit Nvidia Tegra-3-SoC und 1280×800 Pixel Auflösung bietet technisch alles, was man von einem Tablet erwartet – zu einem Kampfpreis von rund 250 Euro für die große Version. Ein paar Abstriche muss man dennoch machen: ein 3G-Modem ist nicht integriert, das Nexus 7 kommt nur per WLAN ins Internet. Unterwegs muss dann ein Smartphone für Tethering herhalten. Größter Vorteil: da es sich um ein „Nexus“-Gerät handelt, bekommt man direkt Android 4.1 „Jelly Bean“, außerdem sind zukünftige Updates länger gesichert. Die Hersteller selbst stellen sich durch ihre Update-Politik immer noch ein Bein und sind nicht in der Lage, schnell Update zu liefern.

Ab dem 3. September soll das Nexus 7 allgemein verkauft werden – dann wird sich auch zeigen, wie sich die Preise entwickeln und wie die anderen Marktteilnehmer (insbesondere Apple und Microsoft) auf die weltweite Verfügbarkeit reagieren werden. Wenn sich das Nexus 7 durchsetzt, werden sicherlich andere Tablet-Anbieter nachziehen müssen.

iPad "3" vorgestellt und vorbestellt

Apple hat am 07.03. erwartungsgemäß das nächste iPad vorgestellt. Wider erwarten nennt Apple das neue Tablet nicht iPad 3 oder iPad 2S, sondern schlicht „iPad“. Verwirrung ist hier vorprogrammiert, im Apple-Store steht „3. Generation“ mit dahinter. Ansonsten ist die technisch Ausstattung wie erwartet: A5X-CPU mit Quadcore-GPU, 1 Gigabyte RAM und vor allem: ein Retina-Display. Apple hat es hier genauso gemacht wie beim iPhone: Pixelzahl vervierfacht, Auflösung verdoppelt auf jetzt 2.048 x 1.536 Pixel. Die Abmessungen entsprechenen denen des iPad 2, wobei die das neue Tablet um 0,6 Millimeter dicker ist.

Weiteres „Streitthema“: LTE. Apple bewirbt das iPad der 3. Generation als 4G-Gerät, welches LTE untersützt – und damit Datenraten von bis zu 72 MBit/s. Dies gilt leider nur in den USA, die in Deutschland für LTE verwendeten Frequenzen unterscheiden sich – und Apple hat keinen „World“-Chip für LTE integriert, mit einem solchen ist erst im nächsten iPad zu rechnen. Nach wie vor ist natürlich die Datenübertragung via WLAN und UMTS sowie HSPA+ möglich, hier ist in Deutschland nur ein entsprechender Datentarif nötig, wie er zum Beispiel im Vodafone-Netz via fyve bezogen werden kann.

Ich selbst habe mein iPad 2 verkauft und ein neues iPad bestellt – alleine das Display hat hier den Ausschlag gegeben, verglichen mit dem iPhone 4/4S war das Display des iPad 2 doch recht grobpixelig. Die Leistung reicht mir eigentlich schon beim iPad 2 für alles aus, nur eben die Auflösung könnte besser sein – was sie jetzt ja ist. Vielleicht gibt es dann am kommenden Wochenende weitere Informationen/Bilder/Videos sowie auf jeden Fall ein Ersteindruck.

Android 3.0 Tablets verzögern sich – Apples iPad 2 ohne Konkurrenz?

Anscheinend verzögert sich die Masse der Android 3.0 Tablets weiter. Während das Motorola Xoom im April beider Telekom startet (und auch dort preislich nicht mit dem iPad konkurrieren kann) verzögern sich die Alternativen aus dem Android-Lager anscheinend weiter. Das jedenfalls berichtet Digitimes (und auch die Regale bei den Händlern zeigen ein entsprechendes Bild). Demnach sollen verschiedene Faktoren die Markteinführung verzögern: Android 3.0 sei noch zu instabil,  die Verkaufszahlen des Xoom seien zu schlecht, die Verfügbarkeit von Teilen durch die Japan-Katastrophe sei ebenfalls schlecht und die Marke „Android“ lade nicht zum Kauf ein.

Klingt alles ein wenig dubios. Meine Vermutung: die Tablet-Hersteller jenseits von Apple haben Probleme mit der Preisgestaltung, nachdem sich kein Hersteller hat durchringen können, entsprechende Komponenten in der Masse zu kaufen, wie es Apple getan hat. Dadurch ist der Apfel-Konzern nun in der sehr entspannten Lage, selbst die Preissteigerungen durch das Erdbeben in Japan aus eigener Kasse ausgleichen zu können. Auch wenn es nicht passend ist in einem Android-Blog: derzeit führt kein Weg an Apple vorbei, wenn es um Tablets gibt.

Tablets – wohin geht die Reise?

Nachdem gestern HP das „Touchpad“ vorgestellt hat, ist ein neuer Big-Player in den Tablet-Markt eingestiegen. Doch welches System wird das Rennen machen? Fünf wesentlicher Lage zeichnen sich ab: Microsoft mit Windows 7 (Intel) Tablets, Apple mit dem iPad (wo das iPad 2 bald auf den Markt kommen soll), Google mit Android 3.0 „Honeycomb“, Intel/Nokia mit MeeGo sowie jetzt eben neu dabei HP mit WebOS.

Dabei sind die Ansätze deutlich unterschiedlich: Apple und HP setzen eher auf geschlossene Systeme, Android und Meego haben Open-Source-Wurzeln und Microsoft hat mit Windows zwar ein geschlossenes Betriebssystem im Rennen, auf diesem können aber eine Vielzahl an Anwendungen benutzt werde – solange nicht die für Windows 8 geplante ARM-Version auf den Markt kommt.

Doch welche Tablet-Plattform wird das Rennen machen? Alle Plattformen werden von Firmen unterstützt, die die nötigen finanziellen Mittel haben, eine Plattform langfristig vorran zu treiben. Doch für was sich die User letzten Endes entscheiden, hängt noch von anderen Faktoren ab – unter anderem der „Coolness“, die Apple anscheinend besitzt. Außerdem hängt es natürlich von den Preisen ab, die die jeweiligen Hersteller verlangen – derzeit orientiert man sich an Apple, aber mit mehr Marktteilnehmern werden sich hoffentlich auch die Preise nach unten bewegen.

Welche Tablet-Plattform wird das Rennen machen? Wir werden es wahrscheinlich Ende 2011 wissen.