Windows 8 Testversion zum Download verfügbar

Microsoft ist mit Windows 8 fertig und hat für Entwickler und interessiert Kunden (mit Live-ID) eine Preview bereitgestellt, die eine Laufzeit von 90 Tagen hat. Danach kann nicht auf die Verkaufsversion geupdatet werden, die Daten müssen gesichert werden. Microsoft selbst empfiehlt die Installation in einer virtuellen Umgebung, ich benutze VirtualBox 4.1.18, welches Windows 8 schon zur Auswahl stellt. Leider gibt es eine Einschränkung: zwar werden die VirtualBox Additions installiert, der Monitor wird aber nicht korrekt erkannt. Die Auflösung bleibt damit auf 1.400×1.050 Pixel beschränkt, die Integration wie automatisches Fangen des Mauszeigers funktioniert aber reibungslos – und was am spannendsten ist: die „StyleUI“ (bisher: Metro) funktioniert.

Microsoft krempelt mit Windows 8 die Bedienung stark um. Über alle Änderungen hat Golem.de eine Übersicht erstellt, hier soll vor allem meine persönliche Meinung dazu im Vordergrund stehen. Nach der Installation begrüßt den User zuerst eine Kachel-Übersicht. Dabei sind die wichtigsten Tools (bzw. App) auf einen Blick zu sehen, es gibt sogar eine Kachel für den Desktop. Wird diese aktiviert, bekommt man einen halbwegs gewohnten Desktop – nur ohne Start-Button (an dieser Stelle gibt es stattdessen den Internet Explorer 10).

Windows 8 UI – in Fliesen gefangen?

Wie erwähnt startet Windows 8 in die StyleUI, welche bisher als „Metro“ bezeichnet wurde. Diese lässt sich über die Oberfläche auch nicht deaktivieren, sodass man, wenn man den Desktop nutzen will, erst die entsprechende Kachel drücken. Auch startet der Druck auf die Windows-Taste nicht wie gewohnt wenigstens die Suche, sondern bringt den User zurück auf die Kachel-Oberfläche. Das bequeme Starten von Anwendungen über die Suchfunktion scheint Microsoft ebenfalls gestrichen zu haben. Einstellungen gibt es auf zwei Wegen: einmal die klassische „Systemsteuerung“, sowie „Einstellung“, worüber der StyleUI-Modus konfiguriert werden kann. Leider lässt sich auch hier nicht erzwingen, dass der reguläre Desktop gestartet wird.

Vorläufige Einschätzung

Natürlich hat die Zeit bisher nicht gereicht, um eine wirklich umfassende Einschätzung der neuen Windows-Version zu geben. Sehr schade ist, das Microsoft dem Kunden anscheinend nicht die Wahl lässt, welche Oberfläche verwendet wird. Immerhin lässt Windows 8 ohne große Probleme in meiner virtuellen Maschine, mit zwei zugewiesenen CPU-Kernen und 4.096 Megabyte RAM und 25 GB Speicher. Die Geschwindigkeit wird natürlich nativ auf der Hardware schneller laufen, als erstes System wird wahrscheinlich mein ASUS Zenbook UX32VD R4002V mit Windows 8 ausgestattet; Dort kostet das Upgrade auch nur überschaubare 15 Euro. Auf meinen anderen System werde ich bis auf weiteres bei Windows 7 bleiben und Windows 8 höchstens als Dualboot einrichten. Auf meinem Macbook Air würde es wahrscheinlich auch gut laufen, zumindest wenn das Touchpad gut unterstützt wird.

Wer sich selbst ein Bild von Windows 8 machen will kann sowohl die 32- als auch 64-Bit-Version bei Microsoft herunterladen: Windows 8 Evaluation Download (Windows Live-ID benötigt).

Windows-8-Screenshots

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