Spectre & Meltdown: Prozessor-Sicherheitslücke sorgt für Wirbel

Zwei von Google veröffentlichte Sicherheitslücken, die praktisch die meisten aktuellen Prozessoren von verschiedenen Herstellern betreffen, sorgen derzeit für sehr viel Wirbel.

Sicherheitsforscher von Google haben im Rahmen des Project Zero mit Meltdown und Spectre Angriffsszenarien veröffentlicht, mit denen eine Sicherheitslücke in aktuellen Prozessoren ausgenutzt werden kann.

Intel ist zuerst in den Fokus der Berichterstattung geraten – aber das Problem scheint auch bei anderen Prozessoren zu bestehen: potentiell können Programme auf andere Speicherbereiche zugreifen, und von dort aus Daten auslesen. Dies gefährdet praktisch jegliche Daten, gerade für Cloud-Anbieter mit den unterschiedlichsten Kunden und Applikationen auf einer physikalischen Maschine ist dies kritisch. Genauso sind jedoch private Daten in Gefahr, so könnte zum Beispiel ein Passwort-Manager ausgelesen werden.

Android x86: Intel zeigt erstes Atom-Smartphone

Android auf x86-Prozessoren war bisher ein Nischenprodukt, nun soll sich dies ändern: Intel zeigt auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas ein Smartphone, welches mit einem Atom-Z2460-Prozessor Android ausführt. Das Smartphone-Betriebssystem wurde dafür auf die x86-Architektur portiert, kann aber dennoch ARM-Anwendungen ausführen – wie dies genau realisiert ist ließ Intel bisher offen, zum Einsatz kommt eine CPU mit dem Codenamen „Medfield„.

Laut einem ersten Hands-On-Bericht auf Golem.de läuft das System verhältnismäßig flüssig: die CPU läuft mit 1,6 GHz; Statt eines Dual-Core-Designs setzt Intel auf einen Single-Core-Atom mit Hyperthreading, sodass das Betriebssystem von zwei Kernen ausgeht. Intel hat die Optimierung von Mitarbeitern seines Windows-Teams durchführen lassen, die Erfahrung mit der Optimierung für x86 haben. Dadurch soll es bereits jetzt eine sehr angenehme Ausführungsgeschwindigkeit geben, zudem hat Intel die Stromverbrauchsproblematik in den Griff bekommen: die Akkulaufzeiten sollen im Bereich anderer, ähnlich schneller Smartphones liegen. Ein interessantes Feature: Intel untersützt auch die eigene Technik Wireless Display, womit drahtlos Full-HD-Videos auf entsprechende Geräte übertragen werden können. Diese Funktion konnte Intel zwar noch nicht präsentieren, aber es ist auf jeden Fall eine Funktion, die Intels Smartphones von anderen Android-Smartphones unterscheiden.

Erste Geräte sollen von Lenovo (das K800) und Motorola kommen. Das erstgenannte soll dabei nur in China auf den Markt kommen, zum Motorola-Gerät gibt es bisher noch keine näheren Informationen. Alles in allem ist es aber positiv, wenn es zu ARM noch einen weiteren Mitbewerber gibt.