FCC setzt Netzneutralität in den USA durch

Während in Deutschland über den Routerzwang gestritten wird, sind uns die USA in einem Punkt schon voraus: dort hat die FCC nun für Netzneutralität gesorgt.

Netzneutralität in den USA von der FCC beschlossen - keine zwei Schienen für Daten
Netzneutralität in den USA von der FCC beschlossen – keine zwei Schienen für Daten
Das berichtet der Spiegel. Mit der Vorgabe der Netzneutralität gibt es keine Möglichkeit, Datenpakete unterschiedlich zu behandeln. Es dürfen in den USA nun keine Datenpakete aus finanziellem Interesse bevorzugt werden oder bestimmte Web-Angebote gedrosselt werden.

Internet gehört mit der Neuregelung durch die FCC nun zur Grundversorgung wie Wasser, Strom oder Telefon und darf damit kaum noch eingeschränkt werden. Die neue Regelung der Netzneutralität war nötigt geworden, nachdem Verizon – ein großer Provider in den USA – gegen die bisher geltenden Regelungen zur Netzneutralität geklagt hatte. Die neue Regulierung dürfe bei den Providern nun ebenfalls nicht auf viel Gegenliebe stoßen und wahrscheinlich wieder zu klagen führen – schließlich ist es gerade für Kabelnetzprovider ärgerlich, Traffic von potentiellen Wettbewerben wir Netflix ohne die Möglichkeit einer zusätzlichen Gebühr durchleiten zu müssen.

In Deutschland gibt es seit den Überlegungen der Telekom, Internet-Anschlüsse nach dem erreichen eines Bestimmten Datenvolumens zu drosseln, ebenfalls eine Rege Diskussion zum Thema Netzneutralität – schließlich sollten Telekom-eigene Netzdienste wie Entertain davon ausgenommen werden. Ein so klares Bekenntnis zur Netzneutralität wie es jetzt in den USA gegeben wurde fehlt in Deutschland aber noch.

UMTS: Daten-Volumen sparen mit Proxy

Da ich derzeit auf das knappe Datenvolumen von einem Gigabyte pro Monat (derzeit mit einer Fyve-Karte, da dort noch Guthaben drauf war) angewiesen bin, versuche ich natürlich, möglichst sparsam mit den Daten umzugehen.

Bereits vor einiger Zeit habe ich dafür auf einem vServer ein entsprechendes Setup aufgesetzt, welches mit einer VPN-Verbindung erreichbar ist und dann mit einer Proxy-Kette verschiedene Aufgaben übernimmt. Das ganze läuft unter Debian und lässt sich wahrscheinlich auch einfacher realisieren, aber ein wenig Spaß muss da auch dabei sein. Ich werde jetzt kurz den Weg der Daten vom Internet bis zu meinem Notebook schildern, vielleicht dient dies ja dem ein oder anderen als Inspiration, wenn er vor einem ähnlichen Problem steht.